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Die Ilmquelle, im vergangenen Jahr wurde hier nochmal Hand angelegt.

Erneuerung der Ilmquelle bei Tandern

Idyll mit Dorfweiher erhält den Segen

Vor 10 Jahren haben die Ilmquellfreunde den Standort der Ilmquelle aufbereitet und einen Gedenkstein errichtet. Jetzt ist hier ein Idyll mit einem Dorfweiher entstanden. Und das wird morgen gefeiert.

Tandern – Die Ilm als liebenswertes Flüsschen der bayerischen Kulturlandschaft hat ihren Ursprung in den Quellbereichen um Tandern und Pipinsried. Das Quellgebiet wird nach der Apiankarte von 1563 von zwei Ästen geprägt: dem Pipinsrieder und dem Tanderner Ast.

Nach einer Länge von rund 80 Kilometern fließt die Ilm bei Neustadt, vereint mit der Abens, in die Donau. In Pfaffenhofen prägt die Ilm gegenwärtig die kleine Gartenschau.

Am morgigen Sonntag wird in Tandern die Einweihung der erneuerten Ilmquelle gefeiert. Die Tanderner sind stolz darauf, dass in Urschriften zur Geschichte von Tandern als Ursprung des Flusses der Ort Tandern selbst genannt wird.

Bereits vor zehn Jahren hatten die Tanderner Freunde der Ilm die Ilmquelle oberhalb des Dorfweihers, der im Zuge der Flurbereinigung angelegt wurde, neu gefasst, das Quellgebiet neu gestaltet und zur Erinnerung einen Gedenkstein aufgestellt. Eine Quelle der Tanderner Ilm speiste früher sogar den Brunnen der Trinkwasserversorgung des Ortes. Verantwortliche des Vereins „Zukunft Tandern“ haben dann im vergangenen Jahr die Ilmquelle erneuert und zur Befestigung mit großen Steinen ausgelegt. Zur Finanzierung trug die Gemeinde und die Raiffeisenbank Dachau bei.

Bei einem kleinen Festakt wird die neugestaltete Ilmquelle morgen um 11.30 Uhr den kirchlichen Segen erhalten. Zum Festakt ist die ganze Bevölkerung eingeladen.

Im Zuge der Erneuerung der Neugestaltung der Ilmquelle hat der Verein „Zukunft Tandern“ im Herbst beim Bundeswettbewerb der Initiative „Deutschland summt“ teilgenommen und im Bereich „Kommunale Flächen“ den 2. Platz erreicht. Um die Ilmquelle herum hatten Kinder dabei über 1000 Tulpen- und Krokuszwiebeln gepflanzt, die heuer im Frühling bereits erblühten und den Bienen Nahrung gaben.

Der Rohrbacher Lehrer Josef Spratter hat sich schon seit Jahren mit der Ilm und ihrem Umfeld befasst und nun ein höchst interessantes Buch mit dem Titel: „Das Ilmtal – Ein Stück bayerische Heimat“ herausgebracht. Dazu hat er den Fluss mit dem Fahrrad, aus der Luft und mit dem Boot von den Quellen bis zur Mündung in die Donau erkundet. Das Buch ist reichhaltig bebildert und schildert das Ilmtal von der Besiedelung der Abschnitte vom oberen bis unteren Ilmtal, mit den Hochwasserereignissen und der Geschichte der zahlreichen Mühlen an der Ilm, den Pflanzen und Tieren sowie den Rückkehrern an die Ilm bis hin zur Bedeutung der Ilm für die derzeit laufende kleine Landesgartenschau in Pfaffenhofen.

Die diesjährige kleine Landesgartenschau in Pfaffenhofen bietet obendrein die Gelegenheit, das wichtigste Gewässer Pfaffenhofens wieder erlebbar zu machen. Bei der Gartenschau, so sagte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf, nehme die Ilm eine tragende Rolle ein. Sie verbindet die verschiedenen Planungsbereiche und ist neben den drei Parkanlagen das prägende Element der Gartenschau.

(fh)

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