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Regenschirme waren Pflicht , als (v.l.) Marianne Klaffki, Stefan Kolbe und Dieter Kleiber-Wurm die Ausstellung eröffneten.

Eröffnung der 15. „Seh am See“-Ausstellung in Karlsfeld trotzt auch den widrigen Wetterbedingungen

Mit Kunst gegen den Klimawandel

Diese Ausstellung beweist, dass viele Kunstwerke und einige Künstler wasserfest sind“, sagte stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki bei der Eröffnung der 15. „Seh am See“. Und das mussten sie sein, denn nicht nur am Eröffnungstag, sondern auch am Folgetag standen sie im Regen.

Karlsfeld – Doch trotz des „Sauwetters“ harrten Samstagmorgen fast 80 Besucher und Künstler dicht zusammengerückt in einem Kreis unter vielen bunten Schirmen aus, als Kunstkreis Vorstand Dieter Kleiber-Wurm mit seinen einleitenden Worten gleichzeitig den Auftakt des Karlsfelder Kulturwochenendes gab.

Er begrüßte vor allem die zwölf Gastaussteller, die teilweise von weit her anreisten, um einen Beitrag zur Freiluftausstellung zu leisten. Insgesamt sah man Kunstwerke im und am Wasser von 27 Künstlern. Ein Kugelgerüst aus roten Holzlatten, ein roter Schriftzug „Karlsfeld Biennale“, ein überdimensionaler Fisch auf Plastikflaschen, gehäkelte Rettungsreifen sowie eine schwarze Hose, aus der Pflanzen wuchsen, standen im Karlsfelder See und ließen auch Spaziergänger am gegenüberliegenden Ufer vermuten, dass da etwas Besonderes stattfand.

Die meisten der Kunstwerke beschäftigten sich mit dem Klimawandel und den daraus resultierenden Einflüssen auf die Erde. Auf der Wiese fanden sich Skulpturen aus den verschiedensten Materialien, die dem Ufer eine bunte Kinderspielplatz-Atmosphäre gaben. Neu in diesem Jahr war die „Spirale“, ein Gemeinschaftsprojekt zusammengestellt zu einer Spirale von Kunstkreis-Mitgliedern. Künstler hatten hierfür verschieden große, langgestreckte, dreieckige Holzgerüste gestaltet, die sich jeweils mit unterschiedlichen Themen beschäftigten: Ein Traumfänger, ein Wasserball, Absperrbänder und eine Maispflanze waren beispielsweise eingearbeitet. „Die Ausstellung – das gesamte Wochenende – zeigt, dass es in Karlsfeld viele Kulturschaffende und auch Kulturinteressierte gibt“, führte Klaffki aus. Sie merke, wie der Hunger nach Kultur im gesamten Landkreis immer größer werde. Und sie freue sich, dass sich immer mehr Leute mit ihrer Kunst an die Öffentlichkeit wagten. Auch Bürgermeister Stefan Kolbe kam in seinem Grußwort nicht umhin, festzustellen: „In Karlsfeld schlummert im Bereich Kultur viel Potenzial!“

Während Kleiber-Wurm den Regen nicht zum Thema machen wollte und Klaffki positiv gestimmt war – „es kann ja nicht die zwei Tage durchregnen“ – nahm der Bürgermeister den Regen gar mit Humor. „Jetzt haben wir wenigstens kein Problem, die Ausstellung im Einklang mit den ganzen Grillern zu eröffnen.“ Ob er den Regenschirm-Verleih anbot, den er anfangs vorgeschlagen hatte, ist leider nicht überliefert. Miriam Kohr 

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