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Die erste CSU-Chefin

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Die neue CSU-Chefin Claudia Kopf strahlt nach der Wahl. sh
Die neue CSU-Chefin Claudia Kopf strahlt nach der Wahl. sh

Haimhausen - Claudia Kops ist die erste Frau an der Spitze seit Gründung der Haimhauser CSU. In ihrer Antrittrede erklärt sie, dass Frauen nicht die besseren Männer sein müssen.

„Eine Frau muss nicht der bessere Mann sein“. Mit diesen Worten übernahm Claudia Kops das Amt der CSU-Ortsvorsitzenden von ihrem Vorgänger MdL Bernhard Seidenath (wir haben berichtet). Damit ist erstmals seit der Gründung der CSU Haimhausen vor zwanzig Jahren eine Frau in dieser Funktion.

Die Wahl der 2. Bürgermeisterin und langjährigen FU-Ortsvorsitzenden ist nicht nur in Haimhausen eine Sensation. Auch auf Landkreisebene sind sie und Eva Rehm augenblicklich die einzigen Frauen, die einen Ortsverband führen. Obwohl mit großer Mehrheit gewählt, ist der 54-jährigen Mutter zweier erwachsener Töchter durchaus bewusst, dass sie in große Fußstapfen tritt: „Bernhard Seidenath hat Großartiges für unseren CSU-Ortsverband geleistet und ihn zu dem gemacht, was er heute ist. Ich habe großen Respekt vor diesem Amt, durch das ich nun die Möglichkeit habe, meine eigenen Fähigkeiten zu beweisen. Bernhard Seidenath hat mir ein motiviertes Team hinterlassen mit dessen Unterstützung ich den Herausforderungen dieses Amtes begegnen will.“

Ihrem Grundsatz, die CSU brauche keine Quotenfrauen bleibt sie auch als Ortsvorsitzende treu. Frauen gingen Probleme anders an als Männer. Daher sehe sie die effektivste Zusammenarbeit in einem gemischten Team, das sich gegenseitig ergänzt. Teamfähigkeit hat sie bereits ein halbes Leben lang geübt. Solange ihre Töchter die Schulbank drückten war sie aktiv zunächst als Elternbeiratsmitglied, später als Vorsitzende tätig. Seit 2002 ist sie Mitglied im Gemeinderat und vor acht Jahren übernahm sie den Ortvorsitz der Frauen Union Haimhausen. Bei den Kommunalwahlen 2008 erhielt Claudia Kops mit Abstand die meisten Wählerstimmen aller CSU-Kandidaten und wurde bei der konstitutionellen Sitzung des Gemeinderates zur 2. Bürgermeisterin ernannt.

Nun wird sie im Oktober gemeinsam mit ihrem Ortsverband die Kandidatenliste für die Kommunalwahlen im kommenden Jahr aufstellen. Der Schwerpunkt ihrer Antrittsrede war die Gemeinsamkeit: „Ich freue mich auf eine gute und effektive Zusammenarbeit mit Euch. Nicht ich stehe im Vordergrund, sondern der Erfolg und das sind wir alle. Als Team können wir viel erreichen!“ Bernhard Seidenath dankte sie im Namen des Ortsverbandes mit einem Bild von Andreas Schröder für seine Arbeit.

Die stellvertretenden Ortsvorsitzenden Angelika Dudyka, Jürgen Schindler und Thomas Mittermair wurden bei den Neuwahlen in ihrem Ämtern bestätigt. Ebenso der Schatzmeister Dr. Rupert Deger und der Schriftführer Martin Müller. Wahlleiter waren Bürgermeister Peter Felbermeier und der stellvertretende Kreisvorsitzende Tobias Stephan. siglinde haaf

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