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Erfreulicher Fototermin, v.l.: Ausbildungsleiter Michael Karlstetter, BRK-Kreisbereitschaftsleiter Reinhard Weber, MdL Bernhard Seidenath, die HvOs Harry Tettinger, Michael Rank, Peter Rückert, Achim Forster und Christian Strzoda sowie Andreas Plennert (BRK-Kreisfachdienstleiter Sanitätsdienst) und Bürgermeister Peter Felbermeier.

Gemeinde Haimhausen

Endlich gibt es wieder Helfer vor Ort

Haimhausen - In medizinischen Notfällen sind die ersten Minuten oft entscheidend. Die „Helfer vor Ort“ retten hier häufig Leben. Doch in Haimhausen fehlten Mitarbeiter. Bis jetzt.

Die Organisation „Helfer vor Ort“ (HvO) war in Haimhausen fast am Ende. Seit einiger Zeit konnte man sich im Notfall nur noch auf den Rettungssanitäter Peter Rückert verlassen, der die oft lebensrettenden Sofortmaßnahmen vornahm, bis der Notarzt eintraf.

Seit Mitte Juni gibt es nun vier frisch ausgebildete Helfer vor Ort. Stolz und ein ganzes Stück erleichtert gratulierten der BRK-Kreisvorsitzende MdL Bernhard Seidenath und Bürgermeister Peter Felbermeier den vier neuen Lebensrettern Michael Rank, Achim Forster, Christian Strzoda und Harry Tattinger.

Eine Notfall-Erstversorgung in jedem Dorf als Überbrückung bis zum Eintreffen des Notarztes – dies war vor 30 Jahren Rückerts Idee. Er gründete die Organisation „Helfer vor Ort“, die damals noch First Responder hieß. Mit ihm arbeiteten abwechselnd seine Ehefrau Emilie und vier weitere ausgebildete Helfer, die allerdings im Lauf der Jahre wegen Umzugs das Team nicht mehr unterstützen konnten. Seit 16 Jahren sicherte das Ehepaar Rückert zu jeder Tages- und Nachtzeit unabhängig vom Wochentag die medizinische Erstversorgung bei einem Notfall in Haimhausen. Als Emilie Rückert aus gesundheitlichen Gründen auch noch ausfiel, fürchtete Peter Rückert um die Existenz seines „Babys“. In seiner Not verteilte er Flyer an alle Hauhalte.

Sofort meldeten sich vier tatkräftigen Männer zum ehrenamtlichen Dienst. In sechs Monaten lernten Rank, Forster, Strzoda und Tattinger in ihrer Freizeit, wie man einen Notfallpatienten erstversorgt. „Die Ausbildung hat dank unseres Ausbilders Michael Karlstetter sehr viel Spaß gemacht“, dankte Harry Tettinger dem Ausbildungsleiter des BRK Dachau.

Seit dem 18. Juni unterstützen die vier Herren Peter Rückert, der die Einsätze anfangs noch begleitet hat. In den ersten zwölf Tagen waren sie bereits 14 Mal unterwegs und hatten ein breites Aufgabenspektrum, vom Schlaganfall bis zur Gräte im Hals.

HvO-Gründer Rückert ist erleichtert: „Ihr habt mich durch euer Engagement wieder ganz aufs Neue motiviert. Dafür danke ich Euch. Und ihr seid alle in einem Alter, in dem man weiß, worauf man sich einlässt und damit kann ich mich auch auf euch verlassen.“

Auch Bürgermeister Felbermeier freut sich über die neuen Helfer: „Gerade weil wir von Dachau doch relativ weit weg sind, vergeht bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wertvolle Zeit.

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