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Ein Riegel daneben, ein Teil wird aufgestockt: So soll die Erweiterung der Grundschule Augustenfeld aussehen (orange). Der Riegel liegt dann quasi zwischen Grundschule und Montessorischule (Gebäude rechts). 

Erweiterung der Grundschule Augustenfeld

Ein Riegel und ein Extra-Stockwerk

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Die Grundschule Augustenfeld soll hochmodern werden, mit Lernlandschaften – und einer Ganztagsschule. In vielen Sitzungen wurde immer und immer wieder diskutiert, wie die Erweiterung dafür aussehen könnte. Nun gibt es endlich ein Ergebnis: ein Riegel daneben, ein Stock drauf.

Dachau– Es soll die Schule der Zukunft in Dachau werden: Die Grundschule Augustenfeld bekommt Lernlandschaften – und soll zum Teil eine Ganztagsschule werden. Im Frühling 2015 hatte der Familienausschuss diese Vision beschlossen, voll Freude und übersprudelnder Ideen: „Es ist eine völlig neue Art des Lernens, eine Chance für Dachau“, schwärmte die Schulreferentin Katja Graßl (CSU).Und: „Am Ende könnten wir eine sechszügige Ganztagsschule haben“, jubilierte Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) damals.

Dann aber holte doch die Realität die Politiker ein. Die verschiedenen Erweiterungsvorschläge mussten ganze acht Mal im Bauausschuss durchdiskutiert werden, bis nun, am Dienstagnachmittag, endlich einer beschlossen wurde: Es wird ein Erweiterungsbau neben die Grundschule gestellt, vierstöckig, aber aufgeständert. Heißt: das unterste Geschoss bleibt quasi Pausenhof. Dann können Teile der Schule schon ins neue Gebäude ziehen, so dass ein Teil des alten Gebäudes aufgestockt werden kann, ohne dass die Schüler zu sehr darunter leiden müssen.

Mit dieser Lösung wurden viele Wünsche erfüllt. Etwa einer der benachbarten Montessorischule: Sie hatte sich gegen das einst geplante fünfstöckige Riegelgebäude ausgesprochen, es war ihr schlichtweg zu hoch. Oder auch einige Wünsche der Eltern: Zum Beispiel baten die um eine verträgliche Beeinträchtigung während der Bauzeit.

Aber auch wegen der Ganztagsschule haben sie große Bedenken. Denn die unterscheidet sich komplett von einer offenen Ganztagsschule. Bei der offenen gibt es einen externen Träger, der die Kinder mittags und nachmittags betreut, und der auch in den Ferienzeiten Betreuung anbieten kann. In einer gebundenen Ganztagsschule sind die Kinder den ganzen Tag in einer Art erweitertem Schul-Unterricht, ohne einen externen Träger. Wenn also die letzte Stunde ausfällt oder wenn Ferien sind, gibt es keine Betreuung für die Kinder.

Die Stadt hat zwar extra bei externen Trägern wegen einer Rand- und Ferienbetreuung angefragt, doch dafür gebe es kein Personal, hieß es. Also soll Augustenfeld nur zum Teil eine Ganztagsschule werden – ein anderer Teil soll wieder externe Mittagsbetreuung bekommen, die die Ganztagsschüler dann auch wieder dazu buchen können.

Zu diesem Thema wurde noch einmal heftig diskutiert, denn die CSU wollte bei der Lösung bleiben, dass die gesamte Schule eine Ganztagsschule werden soll. Denn dann würden keine Horträume gebraucht, und darum wiederum sah die CSU es nicht als nötig an, das Bestandsgebäude aufzustocken.

Die Abstimmung endete aber letztendlich 8:7 – für das neue Riegelgebäude mitsamt Aufstockung des Bestandsgebäudes.

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