Erweiterung des ITG steht an

Streetball und Tischtennis auf dem Dachgarten

Im Oktober fällt der Startschuss für ein großes Schulprojekt: die Erweiterung des Ignaz-Taschner-Gymnasiums. Es entstehen neue Fachräume, eine Tiefgarage und eine Turnhalle – mit einem Dachgarten. Kostenpunkt: 19 Millionen Euro.

Dachau – Das Ignaz-Taschner-Gymnasium ist zu klein geworden. Außerdem sieht das neue Raumprogramm der Regierung von Oberbayern zusätzliche Räume und Flächen vor. Deshalb hatte der Landkreis bereits 2013 beschlossen, die Schule zu erweitern – mit Tiefgarage, Fachräumen. Im August beginnen die Abrissarbeiten der Wohnhäuser auf dem Nachbargrundstück, auf dem der Erweiterungsbau entsteht. Im Oktober fällt der Startschuss für den Neubau.

Dort, wo sich derzeit noch ein Wohnblock befindet, soll bis zum Schuljahr 2019/20 ein Erweiterungsbau stehen. In dem zweigeschossigen Neubau sollen Fachräume für Physik und Biologie, eine Zweifach-Turnhalle sowie im Untergeschoss eine Tiefgarage mit einspuriger Rampe und 41 Stellplätzen Platz finden.   

Laut Baugenehmigung von 1984 gibt es derzeit 49 Stellplätze, davon zwei auf dem Schulgrundstück, 16 wurden von der Stadt abgelöst, 31 befinden sich auf dem Parkplatz des TSV 1865 Dachau. Gemäß dem Bauvorbescheid von 2016 sind zu den 16 abgelösten Stellplätzen 49 weitere auf dem Grundstück nachzuweisen, da die Stellplätze beim TSV nicht dauerhaft gesichert sind. Diese 49 befinden sich nach der Standortoptimierung in der Tiefgarage (41) sowie im Bereich der Mensa-Anlieferung (8).

Im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus entsteht ein Foyer mit Lichthof und Sitzpodesten. Im ersten Stock umgeben den Flur mit Lichthof Biologie- und Physikräume, der Flur soll auch als Lernraum nutzbar gemacht werden.

Von hier gibt es einen Zugang zum Dachgarten. Dieser wird der besondere Clou des neuen Schulgebäudes: Auf dem Dach der Turnhalle ist eine Freifläche geplant. Der Dachgarten könnte mit einem Streetballfeld, Tischtennisplatten sowie Pflanzen und Bänken ausgestattet werden.  

Auch der Pausenhof wird überarbeitet. Zudem soll in der Jahnstraße eine Busspur angelegt werden. Im zweiten Obergeschoss sind erneut Physik- und Bioräume sowie IT-Zimmer eingerichtet.

In der Haushaltsplanung wurden für den Erweiterungsbau und die Sanierung rund 20 Millionen Euro eingeplant. Derzeit beträgt die Kostenberechnung rund 19 Millionen Euro, so dass eine Million Euro als Reserve vorhanden ist. Ein Risiko in der Kostenkalkulation stellt momentan ein Altlastenverdacht dar, erklärte Sachgebietsleiter Jörg Bögeholz in der Schulausschusssitzung, der noch nicht geklärt ist.

Los geht es mit den Bauarbeiten im Oktober, der Rohbau soll im Januar 2018 angegangen werden. Mit der Fertigstellung wird zum Schuljahresbeginn 2019/2020 gerechnet.

„Wir haben jetzt zwei Jahre lang eine Baustelle, aber es wird dann eine tolle Schule“, sagte Landrat Stefan Löwl. Sebastian Leiß von den Freien Wählern Dachau fragte an, ob es nach Abschluss der Bauarbeiten noch andere Erweiterungsmöglichkeiten gebe. Das verneinte der Landrat. „Der Standort ist damit ausgereizt. Da wäre dann vermutlich ein fünftes Landkreis-Gymnasium besser.“

sue

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