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Volle Konzentration zeigte der junge Cellist, hier begleitet von Markus Kreul am Klavier. 

10. europäischer Musikworkshop in Altomünster

Große Begeisterung von Anfang bis Ende

Fünf Konzerte, viel Spielfreude, begeisterte Zuhörer. Das ist die erfreuliche Bilanz des 10. europäischen Musikworkshops in Altomünster. Mit einem großen Konzert ist er nach einer Woche zu Ende gegangen.

„Am Anfang weiß man nie, wo die Reise hingeht und am Ende ist man überrascht, was daraus entstanden ist“, dieses Fazit zog der künstlerische Leiter Markus Kreul im Abschlusskonzert der Meisterklasse beim europäischen Musikworkshop in Altomünster. Eine Woche lang hatten gut 50 junge Musiker musiziert, das Zusammenspiel trainiert, sich mit Kammermusik beschäftigt, so dass aus einigen Häusern rund um den Marktplatz immer wieder Musik der unterschiedlichsten Stilrichtungen erklang.

Zum 10. Mal wurde heuer der Musikworkshop ausgerichtet in zwei Zügen: einem Workshop für die jüngeren Musikschüler, die aber ihr Instrument bereits beherrschen mussten, und der Masterclass für die Fortgeschrittenen. Nun kamen alle noch einmal zu einem Abschlusskonzert traditionell im evangelischen Gemeindezentrum zusammen, um vor einem begeisterten Publikum noch einmal in den verschiedensten Gruppierungen zu musizieren.

Viele vertraute Gesichter waren dabei, deren „Werdegang“ die Zuhörer bereits über Jahre verfolgen konnten und sichtlich immer wieder erstaunt waren, welches in den jungen Leuten steckt. Nicht nur, dass sich manche von der (Körper-)Größe her gestreckt haben – denn 2,20 Meter vor einem Flügel unterzubringen glich fast einem Faltenwurf, auch die Musikalität, die Sicherheit und vor allem auch die Experimentierfreudigkeit hatten enorm zugenommen. Aber auch viele neue Gesichter konnten die Besucher entdecken, so dass nicht nur die Tage, sondern auch das Konzert zu einem unvergleichlichen Erlebnis wurde.

Allerdings wurden die Gäste auf eine harte Probe gestellt, denn über vier Stunden lang wurde unermüdlich musiziert ohne viel Worte dazwischen und nur mit einer kurzen Pause. Die jungen Talente nahmen dies gelassen. Ihre Spielfreude zeigte bis zuletzt keinerlei Müdigkeitserscheinungen. So wurde der Abend nicht nur ein bunter Reigen vieler Komponisten, sondern auch mehrerer Instrumentalbesetzungen. Ob mit Geige, Cello, Klavier, der Querflöte, der Klarinette oder erstmals auch den Hörnern, es sprudelte geradezu aus den Mädchen und Burschen, Frauen und jungen Männern heraus, dass es eine Freude war ihnen zuzuhören. Auch der Gesang kam diesmal mit mehreren Sängerinnen nicht zu kurz, ob mit innigen Weisen oder kräftig fordernder Stimme.

Es war eine runde Sache und Markus Kreul hatte Recht, als er den Dozenten Ingolf Turban zitierte: „Die Musiker und die Musik soll einen unvergleichbaren Fingerabdruck hinterlassen.“

Das war auf jeden Fall allen hervorragend gelungen. Deshalb gehörte großer Dank und dicker Applaus auch allen Dozenten von Raphael Gärtig über Prof. Harald Harrer, Prof. Guido Schiefen, Prof. Ingolf Turban, Prof. Dominik Wortig und Phil Mullen, die wieder ihre Ferien für den Workshop geopfert hatten. Ein Dankeschön gehörte aber auch allen Helfern im Hintergrund, den Sponsoren und jenen, die dazu beigetragen hatten, dass auch dieses Jubiläumstreffen in Altomünster stattfinden konnte, wie die langjährige Mitorganisatorin Claudia Geisweid schon in ihren Grußworten anklingen ließ. Diese Begeiseterung soll sich auch auf den

nächsten Europäischen Musikworkshop in Altomünster übertragen.

Gisela Huber

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