+
Sie freuen sich unübersehbar auf den 30. Januar: die Jumpagnes des TSV Eintracht Karlsfeld.

TSV Eintracht

Der Fasching in Karlsfeld lebt

Karlsfeld - Der Fasching ist auch nicht mehr das, was er einmal war: Absagen allerorten, mitunter sind die traditionsreichsten Veranstaltungen Geschichte. Nicht jedoch in Karlsfeld. Da sorgen Tanzbegeisterte dafür, dass das Narrenvolk gewogen bleibt. Vorbereitung ist hier alles.

Keine Frage: Dieser Halbkreis ist unübersehbar zu linkslastig. Und das macht Ulrike Koske auch deutlich: Mit wild rudernden Armen weist sie einige ihrer Schützlinge an, doch bittschön ein Stück weiter rechts weiterzutanzen. Auf dass der halbe Halbkreis doch noch ein ganzer werde.

Und außerdem: der Gesichtsausdruck! „Da kommt nichts rüber, Ihr müsst mehr schauspielern!“

„Ich bin schon manchmal streng“, gibt Ulrike Koske zu. Seit 25 Jahren trainiert sie die Jumpagnes, die Show- und Jazzdance-Gruppe des TSV Eintracht Karlsfeld. Aber ihre Tänzerinnen sehen ihr die mitunter energisch vorgetragenen Anweisungen nach. Sie haben längst verinnerlicht: Ihre Ulli weiß, wovon sie spricht und weiß, dass es auf Nuancen ankommt, will man das Publikum erreichen.

Obendrein kommt Ulrike Koske aus ihrer Mitte, hat noch im vergangenen Jahr selbst mitgetanzt. Heuer beschränkt sie sich erstmals aufs pure Traineramt. Ihr Ziel: Beim TSV-Faschingsball am 30. Januar im Bürgerhaus sollen die Auftritte ihrer Jumpagnes zu den Höhepunkten des Abends werden.

Fasching ist immer stressig für die 14 Tänzerinnen ab 19 Jahren. Acht bis zehn Auftritte gibt es in einer narrischen Saison. Aber die Jumpagnes sind keine Faschingsgruppe. Auch unter dem Jahr wird getanzt, auf Privatfeiern, auf Messen wie der DIVA und Veranstaltungen wie der Langen Tafel in Dachau. „Das Programm aber stellen wir immer zum Fasching zusammen“, sagt Ulrike Koske.

Schon seit 40 Jahren existieren die Jumpagnes. Die Gruppe geht glatt als Botschafter Karlsfelds durch, getanzt wurde schon in Weißrussland, Israel und Südafrika. 1990 übernahm Ulrike Koske die Leitung von Gründerin Gisela Bartmann.

Der Faschingsball des TSV Eintracht Karlsfeld ist ähnlich traditionsreich, hat aber schon miese Zeiten erlebt. Viele Vereinsmitglieder und Abteilungen versuchten sich an der Organisation, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. 2011 übernahmen Koske und die Jumpagnes. Zur Premiere luden sie ein ins „Verrückte Gruselkabinett“, für stimmungsvolle Musik sorgte die Topband Ois Easy.

Auch diesmal dürfte die Musikpassen: Am 30. Januar spielt die oktoberfest-erprobte Münchner Formation „089“auf. Ballmotto diesmal: Westernhelden und Greenhorns. Die Jumpagnes proben schon in ihren Kostümen. Am 30. Januar werden frech-nette Tänzerinnen in Cowboy- und Indianer-Outfit auf der Bühne für Stimmung sorgen – und dann auch garantiert den Halbkreis in Vollendung hinkriegen.

Der Kartenvorverkauf

startet am Montag, 11. Januar, im TSV-Servicebüro an der Jahnstraße. Restkarten sind an der Abendkasse zu haben. Der Ball findet am Samstag, 30. Januar, 20 Uhr, im Bürgerhaus statt (Einlass: 18.30 Uhr).

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Magdalena Theresa aus Dachau
Magdalena Theresa kam in der Helios-Amperklinik in Dachau zur Welt. Bei der Geburt wog das Mädchen 3760 Gramm und war 53 Zentimeter groß. Neben den Eltern Barbara …
Magdalena Theresa aus Dachau
Asylbewerber und Securitys angeklagt
Drei Asylbewerber und drei Security-Mitarbeiter standen wegen einer Massenschlägerei in der Karlsfelder Traglufthalle vor dem Dachauer Amtsgericht. Sechs Stunden wurde …
Asylbewerber und Securitys angeklagt
Betrug beim Drogenkauf: 20-Jähriger ruft Polizei
Ein 20-jähriger Münchner hat Drogen gekauft, wurde aber vom Dealer übers Ohr gehauen. Da rief er die Polizei - schließlich wollte er entweder das Marihuana oder sein …
Betrug beim Drogenkauf: 20-Jähriger ruft Polizei
Sie machen den Namen Karlsfeld bekannt
Für Sportreferentin Birgit Piroué und Bürgermeister Stefan Kolbe ist es Jahr für Jahr ein willkommener Termin: die Sportler- und Musikerehrung im Bürgerhaus. Diesmal …
Sie machen den Namen Karlsfeld bekannt

Kommentare