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Sie werkeln bei jeder Temperatur: Katharina Kölbl (vorne), Andreas Goller, Anreas Schott, Ludwig Kellerer und Andreas Steiner (v.l.). 

Faschingswagen des Hebertshausener Burschen- und Madlvereins

Fast startklar für die Reise ins All

Es ist bitterkalt in der Halle in Hebertshausen. Andreas Steiner, Andreas Goller, Andreas Schott, Ludwig Keller und Katharina Kölbl des Hebertshausener Burschen- und Madlverein werkeln weiter. Bis zum ersten Faschingsumzug sind es nur noch wenige Tage, und an ihrem Faschingswagen, der für eine Reise ins All vorbereitet werden soll, ist noch einiges zu tun.

Hebertshausen – Die Fünf haben eine lange Tradition fortzusetzen. „Wir sind jetzt die dritte Generation, die in Hebertshausen den Faschingswagen baut“, sagt Andreas Goller. Und das ist neben viel Spaß auch immer viel Arbeit. „In der Regel fangen wir schon Anfang Dezember an und treffen uns ein, zweimal die Woche. Wenn es dann zum Endspurt kommt, sind es schon mal drei- bis viermal die Woche. An den Wochenenden arbeiten wir durch.“

Wie viele Stunden genau, das können sie nicht sagen. „Bestimmt kommt jeder von uns auf 200 Arbeitsstunden. Aber wir haben ja auch eine Heidengaudi“, findet Andreas Steiner. Nur dieses Jahr ist es einfach zu kalt. „Normalerweise bleiben wir immer noch zusammen hocken, ratschen, aber bei den Minusgraden hält man es in der Halle nicht aus“, sagt Andreas Steiner. Und am Wagen selbst geht auch nicht viel voran. „Wir können ihn nicht streichen, weil uns die Farbe im Topf einfrieren würde.“ Zum Glück hilft die Feuerwehr aus: „Wir dürfen jetzt bei ihnen in der Halle streichen, dort ist es wärmer.“

Auf dem fertigen Weltraumwagen soll es sogar eine Rakete geben, die dann mit einer Nebelmaschine ausgestattet wird, damit es so aussieht, als würde sie tatsächlich gerade abheben.

Und obwohl sich das Team wirklich schon freut, den neuen Wagen präsentieren zu können – ein bisschen Wehmut ist auch immer dabei. „Wir müssen natürlich immer das übermalen, was wir im Jahr davor mühselig erarbeitet haben“, sagt Andreas Steiner. „Das kostet schon erstmal Überwindung.“ Aber zum Glück gibt es ja viele Fotos vom letzten Jahr, den fahrenden Augustinerwagen. „Und Hebertshausen hebt ab – Astronauten im Weltall wird mit Sicherheit mindestens genauso großartig aussehen“, so Andreas Goller. 

Die Dachauer Nachrichten wollen die Faschingswagen  im Landkreis vorstellen.

So funktioniert die Bewerbung 

Regina Peter

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