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Ein Prost auf die Festwoche: MdL Martin Güll, Bürgermeister Kornprobst, Brauerei-Chef Fritz Müller, zweiter Vorsitzender Norbert Schneider und Vorsitzender Hans Pröbstl (v.l.)

Festwwoche des TSV Hilgertshausen

Sport, Geselligkeit und Tradition

Hilgertshausen - Bereits zum 40. Mal wurde dieses Jahr die viertägige Festwoche des örtlichen Turn- und Sportvereins in Hilgertshausen gefeiert. Doch trotz aller Routine verlief das Anzapfen durch den Schirmherrn nicht ganz nach Plan.

Dem TSV Hilgertshausen ist es wieder einmal gelungen, für eine gute Mischung zwischen Sport und Geselligkeit und Stimmung im großen Festzelt zu sorgen. Während bei der Festwoche des TSV Hilgertshausen tagsüber auf den Sportstätten eine Reihe von Fußballmannschaften, Tennisteams, Läufer und die Volleyballer beim 10. Hilgertshauser Beach-Turnier ihr Können zeigten, war abends im Bierzelt Stimmung angesagt. Die Besucher kamen in Scharen. 

Das ging schon los beim Abend der Betriebe und Vereine, wo die Blaskapelle Langenpettenbach aufspielte. Nur das Anzapfen durch den Schirmherrn, Bürgermeister Hans Kornprobst, verlief nicht ganz plangemäß. Erstens brauchte das Gemeideoberhaupt fünf Schläge, bis er das „Ozapft is“ verkünden konnte, und zweitens war nicht zu übersehen, dass sich ein kleiner Biersee um das mit edlem Gerstensaft gefüllte Fass bahnte. Das tat der guten Stimmung im Zelt aber keinen Abbruch. 

Die Musik begrüßte das feiernde Volk mit dem Bayerischen Defiliermarsch und fand später auch die richtige Polka: „Stunden, die man nie vergisst“. 

Dass das gesamte Fest wieder mal gut über die Bühne gebracht wurde, hat man der großen Anzahl von freiwilligen, ehrenamtlichen Helfern zu verdanken. Ob in der Festküche, an der Schänke, beim Bedienen an den Tischen oder beim Steckerlfischgrillen, überall waren Kräfte aus dem Verein zu sehen, was TSV-Vorsitzenden Hans Pröbstl stolz macht. Pröbstl freute sich, dass viele Firmen im Ort wieder all ihre Mitarbeiter ins Zelt eingeladen hatten und auch der Gemeinderat inmitten des feiernden Volkes saß. 

Übermäßig heiß war es in der Steckerlfisch-Bude, wo Stefan Lechner und Martin Buchberger schon am ersten Abend 200 Makrelen grillten. Während der Festtage kamen natürlich auch die Kinder nicht zu kurz, die sich hauptsächlich an dem kleinen Vergnügungspark am Karussell oder Schießstand aufhielten. Gefragt waren auch der Eis-, Mandel- und Crepesstand. Viele Laufsportler lockte trotz Hitze der 7. Oberilmtaler Hügellauf an. 

Dass auch am Samstag und am Sonntag das Festzelt immer gut gefüllt war, lag sicher am musikalischen Angebot, denn sowohl die bekannten „Stieflziacha“ aus Schwaben als auch die Showband „Schlawiner“ sorgten für echt bayerische Bierzeltgaudi, und das urig und fetzig und obendrein ohne Eintritt. Zu den Höhepunkten des Festes gehörte der Festgottesdienst in der volbesetzten Pfarrkirche, wo Pfarrer Paul Riesinger den vielen Sportlern im TSV den Segen Gottes erteilte. Gleichzeitig gedacht man allen verstorbenen Vereinsmitgliedern.  Weil es eine Stunde vor dem Gottesdienst noch schüttete, stand hinter dem Festzug zum Bierzelt mit den Fahnen aller Ortsvereine lange ein großes Fragezeichen. Doch mit dem Schlusssegen machte auch der Himmel seine Schleusen dicht. 

Am Nachmittag war wieder viel Sport angesag. Die Taekwon-Do-Kinder hatten Gelegenheit, sich am Sportplatz vorzustellen. TSV-Chef Pröbstl versicherte im Festzelt den Besuchern, dass auch künftig keiner um die Festwoche bangen muss, weil diese Veranstaltung eben ein wichtiger Punkt im Finanzbudget des Vereins ist. Nächstes Jahr gilt es während der Festwoche das 90-jährige Vereinsbestehen zu feiern, und darauf darf man sich jetzt schon freuen. Der Spruch auf der Standarte der Sportler „Freunde müßt ihr sein, um Siege zu erringen“, hat auch nach 89 Jahren nicht an Bedeutung verloren.

Josef Ostermair

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