Dachauer Finanzausschuss diskutiert über Förderung

Wo genau beginnt Spitzensport?

Die Stadt wird ihre Richtlinien zur Förderung des Spitzensports überarbeiten. Das war das Ergebnis einer Diskussion im Finanzausschuss. Auslöser ist eigentlich der Abstieg der ASV-Volleyballer aus der zweiten Bundesliga.

Dachau – Alle Jahre wieder muss der Dachauer Haupt- und Finanzausschuss über die Spitzensportförderung beschließen. Was beim Euroteam der Turnerinnen und der Taekwondo-Mannschaft, jeweils vom TSV Dachau 1865, sowie beim Billardsportverein Dachau kein Problem war, gestaltete sich bei der ASV-Volleyballmannschaft durchaus schwierig.

„Die Volleyballmannschaft ist in die 3. Liga abgestiegen“, sagte Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses. „Da stellt sich die Frage, ist das noch Spitzensport?“ Denn laut Sportförderrichtlinien sind die Spitzensportförderung sowie die Fahrtkostenzuschüsse dazu auf die ersten beiden Ligen beschränkt. Somit würden die ASV-Volleyballer durch ihren Abstieg herausfallen, folgerte der OB.

„Die dritte Bundesliga der Volleyballer erstreckt sich über mehrere Bundesländer und wird auch vom Deutschen Volleyballverband organisiert“, gab ÜB-Stadträtin und ASV-Vorstandsmitglied Ingrid Sedlbauer zu bedenken. Sie folgerte: „Also ist das auch Spitzensport.“ Doch dann seien auch andere Vereine von so einer Regelung betroffen, wandte Sportreferent Günter Dietz (CSU) ein.

Problemlos sei die weitere Spitzensportförderung für das Euroteam der Turnerinnen und der Taekwondo-Mannschaft des TSV Dachau 1865 sowie den Billardsportverein Dachau. Daher solle man bei diesen drei die Spitzensportförderung wie gewohnt weiter gewähren. Aber ansonsten gelte es, sich hinzusetzen und die Sportförderrichtlinien neu zu überdenken. „Aber das wird etwas dauern.“

„Hier wird semiprofessionell gearbeitet“, begründete FDP-Stadtrat Jürgen Seidl seinen Vorstoß, die bisherige Förderung der ASV-Volleyballer beizubehalten. „Aber dann müssten wir auch die Fahrtkostenzuschüsse gewähren, denn das gehört für mich zusammen“, erklärte OB Hartmann und räumte mit Blick auf die Sportförderrichtlinien ein: „Da sind wir etwas schwach.“

Da machte Sportreferent Dietz den Vorschlag: „Das ist Spitzensport. Aber bei den Fahrtkosten steht eindeutig nur etwas von der ersten und zweiten Bundesliga. Wir sollten daher eine neue Lösung erarbeiten und die dann hier wieder vorlegen.“ Wie die aussehen könnte, skizzierte er auch gleich: Möglich wäre ein Passus, dass Fahrtkosten bei mehr als 200 Kilometer entfernten Wettkampforten bezuschusst werden. Diesen Vorschlag unterstütze auch SPD-Fraktionsvorsitzende Christa Keimerl. So wurde das dann auch einstimmig im Ausschuss beschlossen.

Ebenso einstimmig beschlossen die Ausschussmitglieder, auch für 2017 wieder den beiden Vereinen A.E. Galanolefkos und SV Türk jeweils 9000 Euro Zuschuss zu gewähren, damit diese weiterhin die vom TSV Dachau 1865 in Dachau-Ost betriebene Sportanlage mitbenutzen dürfen.

Rubriklistenbild: © dpa

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