Finanzierung die größte Hürde

Altomünster - Die Marktgemeinde Altomünster ist gespalten. Die einen setzen sich vehement für ein Freibad ein, die anderen sehen keinen Nutzen darin. Das Thema wurde auch bei der Jahresversammlung der Freien Wähler kontrovers diskutiert.

Angesprochen wurde das Thema Freibad fast zum Schluss der Jahresversammlung der Freien Wählergemeinschaft Altomünster im Kapplerbräu. „Wir haben wohl deutschlandweit den einzigen Badverein ohne Bad“, meinte Hans Stich und wollte vom Sprecher der FWG, Hubert Güntner, den Stand der Dinge erfahren.

Güntner sprach von einem massiven finanziellen Problem. Ein solches Bad koste rund 1,5 Millionen. Die Marktgemeinde könne sich jedoch einen maximalen Zuschuss von 350 000 Euro leisten. „Und auch die sind nicht da. Das Geld müssen wir erst aufnehmen“, erklärte Hubert Güntner. Man habe zwar jetzt eine Vorstellung, wo das Bad gebaut wird, aber nun müsse die andere Seite, sprich der Freibadverein um die Vorsitzende Renate Farda, ein Konzept vorlegen. Und obwohl die Grundstücksfrage schon abgehakt ist, gab es auch darüber noch eine Debatte. „Der Platz dort oben beim Kalvarienberg ist ein Kaas. Dort zieht immer der Wind durch. Das ist einer der kältesten Plätze“, fand Konrad Schury.

Einige Besucher der Versammlung wollten schließlich wissen, wie die FWG-Gemeinderäte zu einem Freibad für Altomünster stehen. Hubert Güntner betonte, er sei dafür, aber „das Ganze muss durchführbar sein“.

Manfred Keller hielt das anvisierte Grundstück für „total ungeeignet“. Schließlich sei dort 2013 das Hochwasser gestanden. „Keiner ist gegen das Bad, aber das ist nicht der richtige Standort.“ Dieser Meinung schloss sich Michael Stich an. Michael Reiter zeigte sich als Befürworter eines Freibades. „Die Gemeinde hätte dadurch einen erheblichen Mehrwert.“ Doch die Finanzierung sei eine ganz hohe Hürde. Und was die Folgekosten betrifft, müsse der Verein ebenfalls ein Konzept vorlegen.

Markus Hagl sprach aus Erfahrung: „Als wir als BI das Glasfaserprojekt angepackt haben, gab es auch viele Pessimisten. Aber den Mutigen gehört die Zukunft und auf alle Fälle Respekt entgegengebracht.“ Doch Hagl stellte ebenfalls klar, dass alle Fakten auf den Tisch gelegt werden müssten. In einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat noch einmal mit dem Thema befassen.

Am Ende brachte Brauereichef Willi Wiedemann ein eigenes Grundstück ins Spiel - auf der gegenüberliegenden Seite des Kalvarienberges. Dies sei eines der besten: eine gute Zufahrt, Parkmöglichkeiten „und den ganzen Tag scheint die Sonne“. Er selbst sei, auch wenn mittlerweile ein Grundstück fest ins Visier genommen worden sei, für Gespräche offen.

sas

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