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Neue Baugebiete: Die rot markierten Flächen zeigen grob umrissen die Bereiche, in denen künftig neuer Wohnraum in Indersdorf entstehen könnte.

Sondersitzung zum Thema neuer Flächennutzungsplan

Ein Konzept für Indersdorfs Entwicklung

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Das Projekt beschäftigt die Gemeinde seit Jahren. Markt Indersdorf braucht einen neuen Flächennutzungsplan. In einer Sondersitzung am Mittwochabend trieben die Gemeinderäte das Projekt voran. Doch für einen Abschluss fehlt noch etwas.

42 Seiten Sitzungsvorlage, viele Farben, Unmengen an Paragrafen. Bei der Sondersitzung für den neuen Flächennutzungsplan für Indersdorf mussten sich die Gemeinderäte am Mittwochabend durch allerhand Informationen kämpfen – doch im Vorfeld gab es bereits zu den einzelnen Punkten diverse Vorbesprechungen.

Flickschusterei. So würde das Dachauer Landratsamt den aktuellen Flächennutzungsplan von Indersdorf bezeichnen. Das Werk aus dem Jahr 1977, an dem seitdem ständig nachgearbeitet wurde, sei mit einer geordneten städtebaulichen Entwicklung nicht vereinbar. 23 Mal würde der Plan bisher geändert – es wird endlich Zeit für ein neues Werk.

Dabei geht es zum Beispiel darum, wo in der Gemeinde neue Wohngebiete ausgewiesen werden sollen, wo sich das Klinikum erweitern könnte, oder etwa eine Schule. In Indersdorf könnten zum Beispiel in Richtung Holzhausen, Richtung Cyclo und beim Gewerbegebiet neue Baugebiete entstehen.

Die Gemeinde arbeitet seit Jahren an dem neuen Plan, der als Planungsinstrument für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde dienen soll. Vor drei Jahren im Oktober wollte der Gemeinderat bereits den neuen und bereits öffentlich ausgelegten Plan verabschieden, doch wegen eines mehrheitlich angenommenen Antrags der Umweltdenker-Fraktion wurde das Thema doch nicht behandelt – die Räte hätten sich mit den damaligen Unterlagen nicht ausreichend vorbereiten können, hieß es.

Mittlerweile mussten allerdings alle Beschlüsse, die der Gemeinderat in den vergangenen drei Jahren gefällt hatte, in den Plan eingearbeitet werden. Zudem hatte die Gemeindeverwaltung ein Fachbüro für Schallschutz beauftragt, um eine fundierte Einschätzung für neu ausgewiesene Wohngebiete geben zu können. In der Sitzung am Mittwochabend wollte der Gemeinderat nun den neuen Flächennutzungsplan verabschieden, der künftig wieder eine geordnete Entwicklung ermöglichen soll.

Dazu befassten sich die Gemeinderäte mit allen Stellungnahmen und Anträgen, die bisher eingegangen waren, und mit den Änderungen, die sich seit 2013 ergeben hatten. Dabei ging es zum Beispiel um einen Konflikt, den es früher bezüglich eines neuen Baugebietes im Gewerbegebiet gegeben hatte. Bauamtsleiter Erich Weisser erklärte: „Wir haben hier viele gewerbliche Brachflächen wie die Tennishalle oder den früheren Minimal.“ Wegen der Kombination Wohnen und Gewerbe habe es unter anderem große Bedenken wegen künftiger Lärmbelästigung gegeben. Jetzt habe die Gemeindeverwaltung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das besagt: Mit Schallschutzmaßnahmen, die extra dafür errichtet werden müssen, sei hier Wohnen und Gewerbe möglich.

Generell folgten die Gemeinderäte mittels Blockabstimmung den einzelnen Vorschlägen der Verwaltung. Eine Ausnahme gab es zum Beispiel im Bezug auf die neu als Wohngebiet ausgewiesene Fläche an der Dachauer Straße (ab dem Bahnübergang bis zum Feldweg südlich der Dachauer Straße 105). Hier merkte Florian Socher (Umweltdenker) an: „Ein Wohngebiet zwischen Staatsstraße und Bahn, das nur mit erheblichen Maßnahmen möglich gemacht werden soll – da hab’ ich erhebliche Zweifel dran.“

Er und Fraktionskollege Hans Wessner stimmten bei dieser Blockabstimmung nicht zu, da sie gegen diesen Punkt waren und eine Einzelabstimmung nicht gewünscht war. Zudem regte Wessner an, dass die Fläche Bahnhofsvorplatz und Bahnhofsgebäude als Mischgebiet statt als Wohngebiet ausgewiesen werden soll – „schließlich waren wir ja hier alle dafür, dass sich dort zum Beispiel Gastronomie oder eine Arztpraxis ansiedeln soll“. Die anderen stimmten zu.

Zwar waren sich die Räte bei den Abstimmungen sonst durchgehend einig, verabschiedet werden konnte der neue Flächennutzungsplan trotzdem noch nicht. Erst soll erneut die Öffentlichkeit beteiligt werden. Die Änderungen und Ergänzungen werden jetzt für Stellungnahmen einen Monat lang ausgelegt.

Dann wird der Plan mit sämtlichen Anregungen erneut im Gemeinderat behandelt.

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