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Ein Bad für die ganze Familie: Der Steg, auf dem das Mädchen sitzt, ein Bild aus der Zeit um 1920, befindet sich praktisch dort, wo heute die beiden Schwimmbecken sind, im alten Amperlauf.

FDP fordert höhere Eintrittspreise

Das günstigste Freibad weit und breit

Dachau - Das Dachauer Familienbad ist im Verhältnis zu anderen Freibädern sehr günstig. Über zehn Jahre lang gab es keine Preissteigerung mehr – und das obwohl in den letzten Jahren viel erneuert wurde. Die FDP fordert höhere Eintrittspreise.

In den vergangenen 20 Jahren wurden die Preise im Dachauer Familienbad nur kaum erhöht, lediglich bei der Euro-Umstellung wurde minimal aufgerundet. 2,50 Euro kostet eine Tageskarte, eine Jahreskarte für einen Erwachsenen und bis zu zwei Kindern kostet sogar nur 30 Euro. Im Vergleich beträgt der Eintritt zum Beispiel in Fürstenfeldbruck mehr als das Doppelte. In Olching kostet die Saisonkarte sogar 150 Euro, was ein Fünffaches des Dachauer Preises entspricht. Und das obwohl sich im Familienbad in den vergangen zehn Jahren einiges getan hat.

2010 wurde die 25 Meter lange Wellenrutsche erbaut, der Wasserspielplatz ist neu, die Terrasse des Café wurde gebaut, erst dieses Jahr mussten die Becken aufwendig saniert werden. Auch hat das Familienbad seit diesem Jahr eine neue Beleuchtung.

„Das Hallenbad und das Familienbad machen über eine Million Verluste im Jahr“, erklärt Barbara Kern, Abteilungsleiterin für Bäder. Ein Umstand, der die FDP dazu brachte, einen Antrag auf Erhöhung der Eintrittspreise zu stellen. Für FDP-Stadtrat Jürgen Seidl ist eine regelmäßige Überprüfung und Erhöhung der Eintrittspreise in moderater Form unumgänglich. Er ist besorgt, dass sonst ähnliche Verhältnisse wie zuletzt bei der Erhöhung der Grab- und Kindertagesstätten-Einrichtungsgebühren geschaffen werden. „Auch hier hat sich zehn Jahre lang nichts am Preis getan. Jetzt mussten die Gebühren auf einen Schlag um fast 50 Prozent erhöht werden.“ 

Zu Recht würden sich die Dachauer Bürger dann darüber aufregen. „Aber eine Erhöhung um nur 50 Cent würde das Familienbad bereits enorm unterstützen“, so Seidl weiter. Denn bei 115 000 Gästen jährlich könnte das Bad so knapp 50 000 Euro mehr Einnahmen generieren. Selbst wenn man die Zahl der Gäste mit Saisonkarte höher ansetzt, „würden die Mehreinnahmen immer noch mindestens 35 000 Euro betragen.“ 

Auch Barbara Kern könnte sich eine Erhöhung vorstellen. „Wir haben auch viele Gäste aus München und dem Umland, die uns immer wieder das Feedback geben: So günstig wie in Dachau ist es nirgends.“ Nicht nur im Vergleich zu bayerischen Bädern, auch deutschlandweit sei Dachau für die Größe und Attraktivität des Bades am „unteren Limit angesetzt“, sagt Kern. „Wahrscheinlich sind wir das günstigste Freibad.“ 

Für Barbara Kern ist es aber wichtig, auf eine moderate Preiserhöhung zu achten: „Das Freibad soll auch von sozial schwächeren Familien genutzt werden können.“ Ins Plus würden Hallenbad und Familienbad ohnehin nicht kommen. Die jährlichen Verluste werden hauptsächlich von den Stadtwerken, Abteilung Gas und Strom ausgeglichen. Da die Bäder aber eine städtische Einrichtung sind, „werden wir auch von der Stadt bezuschusst“. 

Ob die Preise erhöht werden, muss letztendlich aber der Werkausschuss beschließen – in einer seiner nächsten Sitzungen

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