Blumen: Josef Mederer dankt Brigitte Fiedler (l.) und Dr. Annegret Braun, die den Dachauer Teil erarbeiteten.

Als der Fortschritt nach Dachau kam

Dachau - Wie haben die Menschen vor 100 Jahren gelebt und gearbeitet? Was hat eine Magd dazu bewegt, ihren sicheren Arbeitsplatz zu verlassen, um in einer Fabrik ihren Lebensunterhalt zu verdienen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt die Ausstellung in der Sparkasse Dachau. Sie beleuchtet die Industrialisierung - und ihre beiden Seiten.

Einerseits waren die Dachauer stolz auf den Fortschritt: Sie verschickten Ansichtskarten, auf denen die Kaminschlote der Papierfabrik zu sehen waren. Auf der anderen Seite beschwerten sie sich über den Lärm und Gestank, die mit der Industrialisierung nach Dachau kamen. „Aufbruch in neue Zeiten“ lautet der Titel der Ausstellung, die die Industrialisierung in Dachau beleuchtet. Sie ist eingebettet in die Ausstellung des Bezirks Oberbayern mit dem Titel „Hartes Brot - Gutes Leben“. Diese Wanderausstellung setzt sich wiederum mit den Arbeitswelten in Oberbayern von 1830 bis in die Moderne auseinander. Etwa 100 Besucher kamen zur Eröffnung in der Hauptstelle der Sparkasse.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer hofft, die Dachauer mit der Ausstellung für ein Arbeiter- und Industriemuseum auf dem MD-Gelände zu sensibilisieren: „Wenn das gelingt, wären wir engagiert dabei.“ Mederer dankte Dr. Annegret Braun und Brigitte Fiedler, die den Dachauer Teil der Ausstellung erarbeiteten. Es geht hier um die Anfänge der Industrialisierung, die in sechs Themen dargestellt wird: die beiden Seiten der Industrialisierung, die Fabriken (Papierfabrik, Malzfabrik, Königliche Pulver- und Munitionsfabrik), Arbeiten und Wohnen, Mobilität, Kommunikation und Elektrifizierung, die Lebenswelten von Frauen und Männern. no

Öffentliche Führungen

zwei Führungen durch die Ausstellungen gibt es: am Donnerstag, 23. Juli, 18 Uhr, mit Bezirksrätin Barbara Kuhn, Dr. Annegret Braun und Brigitte Fiedler; und am Donnerstag, 30. Juli, mit Bezirksrat Professor Jan Murken, Annegret Braun und Brigitte Fiedler.

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