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Eine Engelsfigur und Blumen erinnern an die 28-jährige Dachauerin, die ums Leben gekommen ist.

Tödlicher Unfall an B 471

Hätte eine Signalschleife den Unfall verhindert?

Hätte eine Ampel mit Signalschleife, die sich automatisch einschaltet, wenn ein Auto an der Kreuzung wartet, den tödlichen Unfall an der Abzweigung von der Ruderregattaanlage auf die B 471 verhindern können?

Dachau – Nach dem Tod einer 28-jährigen Dachauerin am 16. Januar an dieser Stelle werfen Merkur-Leser diese Frage auf.

Die junge Frau aus Dachau hatte sich am 16. Januar gegen 16.15 Uhr wegen des dichten Verkehrs auf der Bundesstraße nicht nach links Richtung Dachau einfädeln können. Sie stieg aus, drückte die Fußgängerampel an der Einmündung, sprang wieder in ihren Citroën – und wurde beim Einfahren in die Kreuzung von einem Lkw mit voller Wucht erfasst. Ob der noch Gelb oder schon Rot hatte, muss die Polizei noch endgültig klären.

„Dass an dieser Stelle nicht schon öfter ein Unfall passiert ist, ist ohnehin verwunderlich.“ So hat ein Leser aus Schwabhausen auf die Berichterstattung reagiert. Und der Mann weiß, wovon er spricht. Jahrelang hat er seine Kinder zum Rudertraining auf die Anlage gefahren. Im Berufsverkehr, bis weit nach 18 Uhr, sei es „nahezu unmöglich“, von der Regattaanlage links Richtung Dachau abzubiegen. „Das Verkehrsaufkommen, das sich auf beiden Seiten sozusagen abwechselt und extrem hoch ist, macht dies fast unmöglich.“ Manchmal sei er über zehn Minuten gestanden, und nicht nur er.

Deshalb drückten viele Autofahrer die Fußgängerampel, um endlich abbiegen zu können. Seine Erfahrung: „Nach dem Drücken der Ampel schafft man es gerade so, in sein Auto zurückzukommen, um während der Rot-Phase für den Verkehr auf der B 471 in die Bundesstraße einbiegen zu können. Das heißt: Es pressiert.“

Beim Staatlichen Bauamt Freising, zuständig für die B 471, ist man natürlich durch den tödlichen Unfall auf diese Ausfahrtsitutation aufmerksam geworden. Bisher sei da nie etwas auffällig gewesen, sagt Stephan Gruber. „Man muss, wenn viel los ist auf der B 471, natürlich länger warten.“ Aber wäre nicht wenigstens eine Ampel mit Signalschleife möglich? Die sich automatisch einschaltet, wenn ein Fahrzeug von der Regattaanlage kommt und an der Abzweigung steht. Das würde zumindest das Drücken der Fußgängerampel ersparen und das hektische Zurücklaufen zum Wagen. Dafür brauche das Straßenbauamt aber einen Antragsteller, der diesen Kreuzungsumbau vorschlägt, sagt Stephan Gruber.

Der hat sich in Person von Oberschleißheims Bürgermeister Christian Kuchlbauer vielleicht schon gefunden. Er sagt nämlich auch: „Aus meiner persönlichen Sicht ist das durchaus eine problematische Ausfahrt.“ Die neue Ampel seidurchaus überlegenswert. „Das mit der Signalschleife – da könnten wir durchaus einen Antrag stellen.“ Kuchlbauer will das im Gemeinderat aufgreifen.

hg

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