Ein Dank an alle Theaterspieler

"Theater ist so wichtig, wie Salz in der Suppe"

Jedes Jahr gibt es ein neues Motto, diesmal: „Vorhang auf“. Die Gemeinde lädt heuer zum Neujahrsempfang die Theaterspieler aus allen Ortsteilen ein, um danke für deren Einsatz zu sagen. Im Interview erklärt Bürgermeister Franz Obesser, warum die Theaterer für eine Gemeinde so wichtig sind. Zudem spricht er über seine eigene Zeit auf der Bühne und verrät, was seine schwierigste Rolle war.

-Wie sind Sie auf die Idee gekommen, diesmal die Theaterer zum Neujahrsempfang einzuladen? Welcher Gedanke steht dahinter?

 Bereits im vergangenen Jahr kam aus den Reihen des Gemeinderats die anfängliche Idee, die Theatergruppen einzuladen. Diesen Gedanken griffen wir dann heuer gerne auf. Unser Neujahrsempfang steht jedes Jahr unter einem speziellen Motto, dieses Mal wollen wir mit „Vorhang auf“ den Theatergruppen Dank sagen, die einen erheblichen kulturellen Beitrag leisten und für gute, anspruchsvolle Unterhaltung sorgen. Und das alles ehrenamtlich mit den vielen Stunden der Vorbereitung. 

-Was bedeutet Theater für Sie? 

Theater bedeutet für mich als Zuschauer neben toller Unterhaltung, sich in eine andere Welt entführen zu lassen.

-Haben Sie früher auch Theater gespielt? 

Ja, ich durfte etwa zehn Jahre bei der Theatergruppe in Langenpettenbach auf der Bühne stehen und habe ein Jahr in Schwabhausen ausgeholfen. Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.

-Was war Ihre schwierigste Rolle – und Ihre schönste? 

Jede Rolle hatte etwas für sich, deshalb ist es schwierig zu sagen, was die schönste war. Allerdings haben mir persönlich die lustigen Rollen mit etwas Schalk am besten gefallen. Ich kann mich an die genaue Rolle nicht mehr erinnern, aber ich musste mal singen – und das war schon das schwierigste für mich, denn Gesang ist so gar nicht meine Stärke. 

-Vor Ihrer Bürgermeisterzeit waren Sie ja in Langenpettenbach auch als Starkbierredner aktiv – das ist ja auch ein bisschen Theaterspielen. Was war das Beste daran? 

Als Starkbierredner schlüpft man zwar auch in eine andere Rolle, aber mit Theaterspielen, denke ich, hat es eher weniger zu tun. Hier liegt der Schwerpunkt auf dem bayerischen ‚Derblecken’. Dennoch waren bei den Starkbierfesten neben der Rede immer Sketche ein fester Bestandteil, die ich in den letzten Jahren dann auch selbst verfasst habe. 

-Wie hat Ihnen das Indersdorfer Stück heuer gefallen? Es war ja nicht so heiter wie sonst, sondern eher sehr nah dran an zwischenmenschlichen Problemen im normalen Leben. 

Das Stück hat mir sehr gut gefallen. Vor allem ein großes Lob an die Darstellerinnen und Darsteller, wie hervorragend sie die unterschiedlichen Charaktere dargestellt haben. Das macht halt das Theater aus, verschiedenste Facetten, Stücke und die Darsteller immer in unterschiedlichen Rollen. 

-Wie oft waren Sie heuer im Theater? 

Meine Frau und ich gehen gerne ins Theater. Wir haben die Vorstellungen der Theatergruppen von Langenpettenbach, Glonn, Indersdorf und Niederroth gesehen. Auch das Theater in Altomünster habe ich besucht. 

-Vervollständigen Sie folgenden Satz: Eine Welt ohne Theater wäre…? 

…..wie eine Suppe ohne Salz. Einfach fad. 

-Wenn Sie sich ein Stück für nächstes Jahr auf der Indersdorfer Bühne wünschen könnten, was für eine Art Stück wäre das

Das ist das reizvolle, dass man jedes Jahr überrascht wird mit unterschiedlichen Stücken. Schön ist immer was zu lachen, eine Krimikomödie vielleicht?

Das Interview führte: Christiane Breitenberger 

Der Neujahrsempfang unter dem Motto „Vorhang auf“ findet am Sonntag, 17. Januar, ab 10 Uhr im I Rathaus statt.

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