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Wasser auch von oben: Dieser Schwimmer hatte das Familienbad gestern bei strömendem Regen für sich allein.

Freibad im Regen

Dachau - Regen, Regen, immer wieder Regen, dazu ein kühler Wind: Das wechselhafte Wetter trübt die Badefreuden im Freibad. Eine durchwachsene Zwischenbilanz.

So ein Sauwetter. Der häufige Regen macht heuer nicht nur den badefreudigen Bürgern im Landkreis einen Strich durch die Rechnung. Auch die Mitarbeiter der Freibäder sind bis jetzt noch nicht zufrieden mit der Saison. Johann Reif, Vorsitzender des Vereins für Bewegungsspiele Ainhofen, vermutet, dass die Besucherzahlen im Freibad Ainhofen verglichen mit dem Vorjahr stark rückläufig sind. „Ich würde aber nicht sagen, dass ich enttäuscht bin, denn ändern kann ich es ja sowiso nicht“, so Reif. Als Grund für die Besucherflaute nennt er das wechselhafte Wetter. Bisher gab es zu wenige Sonnentage. Dazu weht häufig ein kühler Ostwind. „Ein Freibadbesuch macht eben nur Spaß, wenn es warm genug ist“, so der Vorsitzende.

Im Naturbad Vierkirchen gehen die Verantwortlichen davon aus, die Zahlen des Vorjahres zu erreichen. „Am Anfang der Saison lief es nicht so besonders“, sagt Florian Wiesent von der Gemeinde Vierkirchen. „Inzwischen hat die Besucherzahl aber angezogen und hält sich relativ konstant.“

Ähnlich ist auch das Fazit für das Familienbad Dachau: „Ich gehe davon aus, dass wir knapp an die Besucherzahlen des letzten Jahres herankommen werden“, prognostiziert Barbara Kern von den Stadtwerken Dachau. Allerdings war auch die Saison 2011 mit rund 117 000 Besuchern nicht überragend. Spitzenwerte wie im Sommer 2003 konnten auf Grund des Wetters nicht erreicht werden. Der besucherstärkste Tag in der Geschichte des Familienbads war der 17. Juli 2011: 11 000 Badegäste registrierte die Kasse an diesem Tag.

Wie die endgültige Freibadbilanz dieses Jahr ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Schließlich sind es ja noch ein paar Wochen bis zum Saisonende Mitte September.

Die Temperaturen:

Das Dachauer Familienbad hat die Badesaison am 1. Mai eröffnet. Seitdem gestaltete sich das Badewetter eher durchwachsen. Laut Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes an der Wetterstation in Maisach (Landkreis Fürstenfeldbruck) schafften es die Temperaturen in den vergangenen 107 Tagen nur 28 Mal über 25 Grad. Über 30 Grad Celsius konnten die Badegäste bisher nur an sechs Tagen genießen. Unter 20 Grad und somit zum Baden zu kalt war es an 31 Tagen. Den heißesten Tag der Saison vermeldete der Wetterdienst am 27. Juli mit 33,5 Grad. Der Tiefpunkt wurde am 16. Mai mit frostigen 8,7 Grad gemeldet.

jm

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