Angebote für Dauerparker am Indersdorfer Marktplatz nötig

Indersdorf - Die Parkplatzsituation am Indersdorfer Marktplatz und am Augustinerring ist ein Graus. Das wollen die Freien Wähler ändern.

Untragbar. So lautet das vernichtende Urteil, das Helmut Ebert über die Parksituation am Marktplatz fällt. Den Freien Wählern ist folgendes aufgefallen: Ständig sind dort alle Parkplätze belegt. Aber nicht etwa von Leuten, die kurz etwas im Rathaus oder den umliegenden Geschäften zu erledigen haben. Sondern von Dauerparkern. Und das ärgert den Vorsitzenden der Freien Wähler. „Wenn ich am Marktplatz vorbeikomme und zwei Stunden später zurück komme, stehen die selben Autos immer noch da. Und das kann nicht sein“, sagt Helmut Ebert.

Deshalb haben die FW einen Antrag gestellt. Sie wollen für die Dauerparker andere Angebote schaffen, damit die Parkplätze am Marktplatz wieder denen zu Verfügung stehen, „die eben kurz was erledigen müssen“, erklärt Ebert. Dahinter steht folgender Gedanke: Immer mehr Geschäftsinhaber wandern ins Gewerbegebiet ab. Die Bäckerei Seidl hat dort eine zweite Filiale mit Café eröffnet, der Fahrrad- und Eisenwarenhandel Rabl wird ganz ins Gewerbegebiet gehen. „Viele Geschäftsleute sagen, die Kunden bleiben weg, weil es keinen Parkplatz gibt“, sagt Ebert, und: „Da muss man dringend was dagegen tun. Der Marktplatz soll nicht noch weiter veröden.“

Das Problem sei, dass vor allem Geschäfts- und Rathausmitarbeiter am Marktplatz parken. Die Freien Wähler schlagen in ihrem Antrag deshalb vor: Eine Alternative für die Dauerparker muss her. Sie schlagen zwei Varianten vor: Entweder soll der Parkplatz neben der Marktkirche erweitert werden, oder, falls das nicht möglich ist, soll die Gemeinde eine Ackerfläche rechts hinter der Glonnbrücke dafür pachten. „Es laufen auch schon Gespräche mit dem Eigentümer“, sagt Ebert.

Diese Alternativen wären dann für die Dauerparker gedacht. „Natürlich müssen die Geschäftsinhaber dann auch mit ihren Mitarbeitern reden, damit sie auch die entsprechenden Plätze nutzen.“

Ein zweites Sorgenkind für die Freien Wähler ist die Parksituation bei Geschäften und der Pizzeria am Augustinerring: Hier stünden auch nur Dauerparker. Hier schlagen die FW Folgendes vor: Die Gemeinde soll die Fläche am Volksfestplatz pachten und zur Volksfestzeit den Platz wieder Josef Schuster junior überlassen. Schuster hat das Areal im Moment gepachtet und veranstaltet seit Jahren das Indersdorfer Volksfest. „Heuer läuft der Pachtvertrag aus“, sagt Ebert. Auch hier gibt es bereits Gespräche mit dem Eigentümer.“

Die Freien Wähler halten es generell für wichtig, dass die Gemeinde diesen großen Parkplatz besitzt. „Wir haben zum Beispiel keinen Mitfahrerparkplatz in der Gemeinde, der Bedarf ist aber durchaus da“, sagt Ebert. Zudem sei es wichtig, dass die Gemeinde gerade bei den jährlichen Großveranstaltungen auf diesen Platz zurückgreifen kann.

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