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Kirchliche Weihe: Diakon Alexander Böhm segnete das neue Löschfahrzeug für die Eichhofener Feuerwehr – danach wurde kräftig gefeiert.

Nichts Ausrangiertes mehr

Ein Feuerwehrauto für Eichhofen

Lange rückten die Eichhofener Feuerwehrleute mit Bulldog und Anhänger aus. Dann schlugen sie sich mit anderswo ausrangierten Fahrzeugen herum. Das ist jetzt vorbei: Ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug darf die kleine Wehr ihr eigen nennen.

In der Marktgemeinde Indersdorf vergeht gerade fast kein Wochenende, ohne dass in den kleineren Ortsteilen neue Feuerwehrfahrzeuge geweiht werden: Nach der Fahrzeugsegnung in Hirtlbach (wir berichteten) war jetzt Eichhofen dran: Dazu hat sich die Bevölkerung aus Eichhofen und Arnzell zahlreich vor dem Feuerwehrgerätehaus versammelt, wo Diakon Alexander Böhm dem festlich geschmückten neuen Tragkraftspritzenfahrzeug den kirchlichen Segen spendete.

Der Diakon betonte, dass die Flutkatastrophen der vergangenen Wochen deutlich zeigten, wie wichtig Feuerwehren sind. Bei Feuerwehrlern handle es sich um Menschen, die sich im christlichen Sinne mit Mut und Kraft für andere Menschen einsetzen. „Für Menschen, die in schwerster Not sind“, unterstrich Böhm.

Wichtig sei dabei, „dass bei den Arbeiten der Feuerwehr immer ein Lächeln dabei ist“. Mit den Worten „zur Arbeit gehört auch das Feiern“, leitete Böhm auf die große Festgesellschaft über, die sich zur Fahrzeugweihe im Gerätehaus und in einem angebauten Zelt eingefunden hatte. Da durfte Gemeindeoberhaupt Franz Obesser und eine Reihe von Gemeinderäten aus der Marktgemeinde Indersdorf nicht fehlen.

Worte des Dankes richtete Eichhofens Kommandant Markus Geißler nicht nur an den Bürgermeister sondern auch an Kreisbrandrat Heinrich Schmalenberg, dessen Nachfolger im Amt, Franz Bründler, und den federführenden Kommandanten in der Marktgemeinde Indersdorf, Thomas Burgmair. „Dieses neue Fahrzeug erfüllt mich mit Stolz“, so Geißler der daran erinnerte, dass Eichhofen nun erstmals in der örtlichen Feuerwehrgeschichte ein neues Fahrzeug erhalten hat. Früher musste man mit Bulldog und Anhänger ausrücken, und in den vergangenen Jahren hatte Eichhofen nur mit ausrangierten Fahrzeugen zu kämpfen. Viele Jahre wirkte der heutige Ehrenkommandant und Ehrenvorstand Sepp Dandl erfolgreich an der Spitze der Eichhofener Wehr.

Die neueste Investition betrachtet Geißler als Wertschätzung des Gemeinderats hinsichtlich des Engagements in den kleineren Wehren. Das neue Fahrzeug sei auch ein Ansporn für den Feuerwehrdienst der 34 Aktiven, insbesondere bei der Jugend.

Laut Bürgermeister stärkt man mit der Anschaffung so eines modernen Fahrzeugs auch die Identität der Ortsteile. Thomas Burgmair habe zusammen mit Kommandant Geißler große Hilfe bei der Fahrzeuganschaffung geleistet. Das neue Fahrzeug sei nun ganz nach den Bedürfnissen der Wehr bestückt.

Wie sehr die Feuerwehr von der Dorfbevölkerung geschätzt wird, zeigte sich an den vielen Kuchen und Torten sowie dem Geld, das zum anschließenden Feuerwehrfest spendiert wurde. Für das Mittagessen sorgte der Baderwirt aus Langenpettenbach.

Natürlich kam auch der scheidende Kreisbrandrat Heinrich Schmalenberg zu Wort, der in seinen Grußworten unterstrich, dass man im Feuerlöschwesen des Landkreises selbst bei weniger gigantischen Einsatzzahlen auf kleinere Wehren wie Eichhofen nicht verzichten könne.

Dass es der Eichhofener Feuerwehr beileibe nicht an Schlagkraft fehlt, das wurde am Nachmittag bei einer Einsatzübung unter der Leitung des stellvertretenden Kommandanten Josef Heinzlmeir eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

ost

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