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Eine Ehrung und zwei Beförderungen gab es bei der Jetzendorfer Wehr (v.l.): Oskar Hujer, Martin Greppmeier, Claudia Stegmair, Johann Altstidl, Markus Spennesberger und Bürgermeister Manfred Betzin.

Jugend ist wieder stark im Kommen

Nachwuchs bei der Feuerwehr

Jetzendorf - Hinsichtlich der Zahl der Aktiven sind die Jetzendorfer Floriansjünger nicht sehr gut ausgestattet. Dafür ist die Jugendfeuerwehr wieder im Kommen und innerhalb kurzer Zeit stark angewachsen.

Dass die Jugend in der Feuerwehr Jetzendorf wieder stark im Kommen ist, war auf der Hauptversammlung im Ottilinger-Saal zu hören, die von 49 Mitgliedern besucht wurde. Innerhalb kurzer Zeit ist die Jugendfeuerwehr, die einst das Aushängeschild der Jetzendorfer Floriansjünger war, wieder auf 14 Jugendliche angewachsen. Das erfüllt Feuerwehr-Vorstand Markus Spennesberger mit Stolz.

So einen personellen Aufwärtstrend würde sich Kommandant Oskar Hujer auch bei den erwachsenen Dienstleistenden wünschen, „doch da sind wir trotz zwei Zugängen mit 54 Aktiven an der Unterkante“.

Dass sich die Jugend in der Feuerwehr wohl fühlt, zeigte der stellvertretende Jugendwart Manuel Gamperl auf, der auf die Aktionen der Jugend und deren Freizeitaktivitäten näher einging.

Dem Bericht des Kommandanten war zu entnehmen, dass 2015 für die Jetzendorfer Feuerwehr ein relativ ruhiges Jahr war. Fünf Brände, zehn technische Hilfeleistungen bei Unwetter und Verkehrsunfällen sowie vier Sicherheitswachen standen zu Buche. Darüber hinaus wurden noch freiwillige Leistungen erbracht, so dass die Wehr insgesamt 24 Mal ausrückte.

Nach wie vor beschäftigen die Feuerwehr Wespennester in den Häusern von Jetzendorf stark. Dafür hat man den langjährigen Imker Franz Off in den eigenen Reihen. Off erklärte, dass das Entfernen von Wespennestern keine Aufgabe der Feuerwehr ist, und er auch nicht befugt sei, jederzeit zu helfen. „Es muss nicht gleich immer die Feuerwehr gerufen werden“, so Off, der künftig nur noch kommen will, wenn Gefahr in Verzug ist, wenn beispielsweise Wespen in Kinderzimmern festgestellt werden. „Oft kann man sich selber mit Sprays helfen“, so Off, dem Hujer für seinen jahrzehntelangen Einsatz dankte.

Hujer und auch Bürgermeister Manfred Betzin lobten generell die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrler. Laut Kommandant habe es sich bewährt, dass sich Jetzendorf an der modularen Truppmannausbildung stark beteiligt hat. Der Digitalfunkeinbau sei mittlerweile abgeschlossen.

Heuer steht für die Wehr die Umstellung der Materialverwaltung an, was mit viel Arbeit verbunden ist.

Auf die Aktivitäten des 197 Mitglieder zählenden Feuerwehrvereins ging Vorstand Spennesberger näher ein. Er zeigte auf, dass die Feuerwehr bei allen kirchlichen Festtagen mit der Fahne vertreten war und es schon Tradition ist, auch das Pfaffenhofener Volksfest zu besuchen. Große Resonanz hat das vereinsinterne Sommerfest im Juli erfahren.

Von Kassier Matthias Kißlinger war zu erfahren, dass es auch finanziell bei der Jetzendorfer Wehr nicht schlecht ausschaut. 2015 konnte dank Feuerwehrfest an Fronleichnam und Zuschüssen der Gemeinde mit einem Überschuss von 1600 Euro abgeschlossen werden.

Dass sich auf Kreisebene verschiedene Änderungen ergeben werden, erzählte Kreisbrandmeister Max Ressel. Er bedauerte, dass bei weitem nicht alle notwendigen Lehrgangsplätze von den Feuerwehrschulen zugesagt werden können.

Für Gelächter sorgte Ressels Ankündigung, dass nach den Vorstellungen des Bayerischen Feuerwehrverbandes die Altersgrenze für Feuerwehrler von 63 auf 67 Jahre angehoben werden soll. Gut an dieser Idee sei aber, dass es dann besondere Tätigkeiten für die älteren Dienstleistenden geben werde.

Für sehr zeitintensiv betrachtet Ressel die ebenfalls in der Diskussion stehende Gründung von Kinder-Feuerwehren. Mittlerweile werde auch darüber nachgedacht, Kreisbrandräte nicht mehr ehrenamtlich, sondern hauptamtlich zu beschäftigen. Die Überlegungen sehen auch die Einrichtung einer Brandschutzdienststelle im Landratsamt vor. Nächstes oder übernächstes Jahr soll im Landkreis ein neuer Einsatzleitwagen beschafft werden.

Eine ehrenvolle Aufgabe war es für den Bürgermeister und die Verantwortlichen in der Wehr, Johann Altstidl für 40 Jahre Feuerwehrdienst mit dem Krug der Gemeinde ehren zu dürfen. „So was ist nachahmenswert“, sagte Betzin. Auch Beförderungen wurden ausgesprochen. Claudia Stegmair wurde zur Oberfeuerwehrfrau befördert und Martin Greppmeier, der den Gruppenführer-Lehrgang absolviert hat, darf sich nun Löschmeister nennen.

ost

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