Ein neues Feuerwehrfahrzeug

Tragkraftspritzenfahrzeug für Oberroth

Schwabhausen - Ein schönes neues Auto soll die Freiwillige Feuerwehr in Oberroth bekommen. Das hat jetzt der Gemeinderat Schwabhausen beschlossen. Damit endet ein langer Zwist.

Die Oberrother Feuerwehr bekommt jetzt doch das seit fast drei Jahren vehement geforderte neue Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik (TSF-L). Damit hat im Schwabhauser Gemeinderat ein Meinungsumschwung stattgefunden.

Es ist noch nicht solange her, Anfang Dezember war es, dass Oberroths Feuerwehrkommandant und früherer Gemeinderat auf der Hauptversammlung seinem Zorn freien Lauf ließ, weil man vom Gemeinderat und der Verwaltung immer wieder vertröstet werde, was die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs betreffe. Vor rund drei Jahren hatte die Feuerwehr den Antrag auf ein neues Fahrzeug gestellt, weil der technische Zustand des fast 20 Jahre alte TLF nicht mehr der beste war. In der Folge entbrannte eine Diskussion über die Finanzierbarkeit, aber auch über die Größe und Ausstattung des neuen Fahrzeugs. So fügte sich der beantragte Gerätewagen Logistik nicht in die Alarmplanung des Landkreises ein, die Regierung von Oberbayern lehnte deshalb eine Bezuschussung zunächst ab. In der Folge bekamen die Arnbacher ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug – und die Oberrother als Übergangslösung das in Arnbach ausrangierte Feuerwehrauto. Zumindest die Einsatzfähigkeit war damit gewährleistet. Kommandant Daniel Haagen war jedoch derart verärgert, dass er laut über einen Rücktritt nachdachte (wir haben berichtet).

Haagen saß im Zuhörerraum der jüngsten Gemeinderatssitzung, als das Gremium beschloss, der Neuanschaffung nun doch zügig näherzutreten. Denn zum einen habe Kreisbrandrat Heinrich Schmalenberg erklärt, dass aus seiner Sicht die Beschaffung eines TSL-F sinnvoll sei und sich gut in das Feuerwehrfahrzeug-Konzept der Gemeinde Schwabhausen einfügen würde. Und zum anderen haben sich die Förderrichtlinien des Freistaats insofern geändern, als jetzt die Bezuschussung eines solchen Fahrzeugs für Oberroth doch möglich ist, wie in der Sitzung zu erfahren war. Noch heuer soll deshalb möglichst der Auftrag für eine Beschaffung erteilt werden. Das TSL-F soll 125 000 Euro kosten, der Gemeindeanteil liegt wohl bei 70 000 Euro.

Zumindest für Georg Sonnenberger von den Freien Wähler bleibt ein fader Beigeschmack. „Überall sparen“ müsse man, da sei die Anschaffung nicht „zielführend“. Er kritisierte auch Daniel Haagen, der „mit dem Kopf durch die Wand“ gegangen sei. „Die Feuerwehr ist wichtig, das unterstütze ich – aber aus haushaltstechnischen Gesichtspunkten muss ich das ablehnen“, sagte Sonnenberger. Er stimmte als einziger gegen den entsprechenden Beschluss im Gemeinderat.

Bedingung für die Neuanschaffung ist im Übrigen, dass das neue Feuerwehrauto auch ins bestehende Feuerwehrgebäude „reinpasst“ und keine Baumaßnahmen erforderlich sind. Das haben Daniel Haagen und seine Feuerwehr versichert.

tor

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