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Freudlose Show mit gutem Gesang

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Emotionsloser Auftritt zweier Musikstars: Isobel Campbell und Mark Lanegan in der Friedenskirche. Foto: HAB
Emotionsloser Auftritt zweier Musikstars: Isobel Campbell und Mark Lanegan in der Friedenskirche. Foto: HAB

Dachau - Isobel Campbell und Mark Lanegan boten in der Friedenkirche ein Konzert jenseits des Massengeschmacks. Es war ein ansprechendes Konzert, mehr aber auch nicht.

Mark Lanegan hat einst mit Curt Cobain gespielt und Anfang der 90er Jahre mit den Screaming Trees den Grunge mitgeprägt, er war auch Gitarrist bei der Kultband The Queens of the Stone. Er ist ein Star, der richtig gut singt.

Wie Isobel Campbell, die neben ihm steht. 400 Zuschauer, die sich förmlich um die Karten gerissen haben, allerdings können die beiden nicht motivieren: Es sprechen nicht mit ihrem Publikum, zelebrieren ihr Programm auf der Bühne, scheinbar ohne Emotionen. Die Chance, ihre Zuhörer an der Hand zu nehmen und in ihre Klangwelt zu entführen, lassen sich die beiden Stars entgehen. Routinierter guter Gesang erfüllt die Friedenskirche in Dachau. Begeiserung kommt allerdings erst auf, als es rauen, kraftvollen Blues zu hören gibt. Nach einer Stunde und 15 Minuten latschen sie wortlos von der Bühne, kommen nach heftigem Applaus ebenso wortlos für vier Zugaben zurück.

Für Dachau als Konzertort jenseits des Mainstreams war die Veranstaltung durchaus ein Erfolg: Den Zuhörern hat es gefallen, der BR hat aufgezeichnet und wieder einmal hat eine bekannte Indie-Band in Dachau - nicht in München - ein Gastspiel gegeben. (flg)

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