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Die Mittelmauer ist eigentlich nicht mehr nötig und soll daher abgerissen werden.

Friedhof Altomünster

Auch außen soll es wieder schön aussehen

Der Friedhof gehört zur Visitenkarte eines Ortes. Die Friedhofsmauern ebenfalls. Und die sind in Altomünster unterschiedlichster Art und variieren im Alter. Ansehnlich sind sie nicht. Also muss saniert werden.

Dem Gemeinderat lag in der letzten Sitzung ein Sanierungskonzept vor, wie man die Friedhofsmauern wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzen könnte. Die Beschlüsse liefen ausschließlich auf die kostengünstigen Sanierungsvarianten hinaus, denn oft reiche das Ausbessern des Putzes, das neue Verschlämmen und ein Anstrich oder einfach eine Abdichtung.

Geschäftsleiter Christian Richter informierte das Gremium, dass man es am Altomünsterer Friedhof mit den verschiedensten Umfriedungsmauern zu tun hat, in allen möglichen Altersstufen und auch mit den unterschiedlichsten Schadstellen.

Fest steht aber, dass die Mauer an der Westseite mit rund 100 Jahren die wohl älteste, doch gleichzeitig auch am besten erhalten ist. Am schlechtesten zeige sich der alte Teil an der Nordseite. Der ist zwar erst vor rund 30 Jahren errichtet worden, aber hier wurde wohl falsches Material und falscher Anstrich verwendet, so dass nicht nur der Putz abfällt, sondern sie auch völlig durchnässt ist.

Abfallender Putz steht fast überall auf der Schadensliste, ebenso die Vermoosung der Abdeckungen, lose Ziegel und nicht zuletzt auch ausgebrochene Klinkersteine in der neueren Mauerseite im Norden. Hier müssen zudem die Fugen nachgearbeitet sowie die Abdeckungen wasserdicht geschlossen werden.

Die Kosten liegen bei den einzelnen Mauerabschnitten zwischen 2000 und rund 30 000 Euro, denen der Gemeinderat jedoch zustimmte. Einig war man sich zudem, dass der noch bestehende Teil der Mittelmauer, der wohl ursprünglich die Außenmauer darstellte, ein sehr „trauriges“ Bild abgibt und dass man diese, da sie nicht mehr vonnöten ist, vollständig oder bis auf einen Sockel abtragen wird.

Gemeinderätin Elisabeth Glas (Freie Wählergemeinschaft) sprach an, dass auch der Durchgang und die kleine Treppe zum Bereich der Urnengräber dringend gerichtet werden müsste. Die Treppen seien schief, unzulänglich, außerdem fehlt ein Geländer.

Hubert Güntner (Freie Wähler) bemängelte, dass die Hauptwege besser befahrbar sein sollten. Gerade ältere Besucher mit Rollator würden sich in den teilweise sehr tiefen Kieswegen sehr schwer tun. Eine Teerung würde brechen, ein Pflaster kommt zu teuer, meinte Christian Richter, denn durch die Setzungen der Gräber werde es immer wieder zu Unebenheiten kommen, die man aber versucht, immer wieder auszugleichen. Die vermehrte Kiesaufschüttung sei oft auch eine Maßnahme gegen das wachsende Unkraut, flocht Bürgermeister Anton Kerle ein und fand es sehr schwierig der Unkrautbekämpfung und der guten Befahrbarkeit gleichzeitig gerecht zu werden. Josef Riedlberger (CSU) schlug gegen die Verunkrautung eine Heißwasserbehandlung oder das Abfackeln vor, das anderswo mit Erfolg angewendet werde.

Dr. Stephan Schultes (CSU) fragte noch nach, ob Altomünster wieder eine eigene Friedhofspflegekraft erhalten wird, was der Gemeindechef sofort verneinte. Der Bauhof werde sich künftig um den Müll, das Unkraut, die Wege und Behälter kümmern, doch für eine eigene Kraft sehe er keine Notwendigkeit mehr.

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