Gewerbehof Boschstraße

Durchdachte Umsetzung der Sanierung

Karlsfeld - Etliche Jahre stand der Gebäudekomplex, der in Karlsfeld nur als „Krone Center“ bekannt war, in marodem Zustand in der Boschstraße. Die Eigentumsverhältnisse waren unklar, Mieter wussten nicht, wo die Pacht für die Gewerberäume tatsächlich hinfloss, Teilflächen spiegelten den längst verflossenen Charme des früheren Verbrauchermarktes wieder. Jetzt wurde die Kernsanierung des 15 000 Quadratmeter-Areals mit den Mietern und Vertretern der Gemeinde feierlich begangen.

Auch wenn der Himmel über dem Gewerbegebiet mit Regen drohte, Mieter und Vermieter sowie die Vertreter der Gemeinde Karlsfeld freuten sich am Donnerstag über den Abschluss der substantiellen Umbauten der Gebäude: „Wir stehen bei unseren Projekten immer vor der Frage: abreißen und neu bauen oder den Bestand schützen und erhalten“, erklärt Hans-Wolfgang Niedermair, Geschäftsführer der Intaurus GmbH, die seit 2013 für das Wohl und Wehe des Gewerbehofes verantwortlich ist. „Den Bestand zu erhalten, ist für uns das erstrebenswertere Ziel.“

Nicht nur, da die Gebäude weiterhin Miete abwerfen, sondern auch, weil Niedermair nachhaltige Projekte und ein gutes Verhältnis zu seinen Mietern schätzt: „Einer unserer langjährigen Mieter, die Firma Lawrenz, zog direkt mit nach Karlsfeld.“ Mittlerweile bietet der Gewerbehof rund 100 Arbeitsplätze in rund 10 verschiedenen Branchen – vom Kosmetikhersteller über die Fahrzeugindustrie bis hin zum Schreinereibetrieb. Weitere 280 Quadratmeter freie Bürofläche bieten zukünftig Platz für mittelständische Gewerbetreibende und ihre Mitarbeiter.

Auch Bürgermeister Stefan Kolbe bestätigte die durchdachte Umsetzung der Sanierungsarbeiten und die gute Zusammenarbeit: „Intaurus ist uns beim Krone Center zuvor gekommen – nicht zum Nachteil von Karlsfeld.“ Das Gelände sei lange Zeit verwaist gewesen, ein Ansprechpartner von Eigentümerseite fehlte und die Sorge bestand, dass das Gelände zunehmend an Attraktivität verliert und auch die umliegenden Flächen für neue Mieter uninteressant werden lässt. Gewerbeflächen seien in Karlsfeld rar gesät, umso wichtiger sei es, die vorhandenen Flächen ansprechend zu gestalten. „Der Gewerbehof wurde an die Fernwärme mit Hackschnitzelanlage angeschlossen und zum großen Teil mit LED-Technik auf den neuesten Stand ausgerüstet“, so Markus Kürzinger, technischer Objektmanager des Areals.

Während die Mieter weiterhin ihren Geschäften nachgingen, Stapler über das Gelände fuhren, Waren angeliefert und abtransportiert wurden, fanden die zum Teil immensen Eingriffe in die Bausubstanz statt. Mehr als 15 verschiedene Dienstleister – vom Heizungs- und Sanitärfachbetrieb, bis hin zum Fensterbauer – waren und sind in die Arbeiten involviert: „Die Gebäude mussten in einen Zustand versetzt werden, der dem aktuellen Baurecht entspricht“, so Kürzinger bei der Begehung. Dächer wurden komplett neu aufgesetzt, um Statik und Schneelast gerecht zu werden, und auch die Anforderungen der neuen Energiesparverordnung flossen in das Konzept mit ein: „Wir liegen bis zu 50 Prozent unter den geforderten Werten“, freut sich der Objektleiter. „Das verringert die Nebenkosten für unsere Mieter natürlich enorm.“

Nachdem die Arbeiten an den Gebäuden großteils abgeschlossen sind, fließt in den nächsten Monaten noch ein höherer sechsstelliger Betrag in die Sanierung des Hofes mit Kanalarbeiten und Parkplatzgestaltung. Selbst wenn Intaurus Interesse an der Übernahme weiterer Gewerbeflächen hat, ist dann erst mal mit Investitionen in Karlsfeld Schluss: „Um lokale Investoren für den Mittelstand anzuziehen, fehlen uns momentan die Flächen“, bestätigt Peter Freis, Wirtschaftsförderer der Gemeinde.

 Nicole Zobel

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