Fünf Steinewerfer erwischt

Dachau - Es ist und bleibt eine hoch gefährliche Unsitte: Steine vom Schlossberg auf den Karlsberg hinunter zu werfen. Diesmal schleuderten fünf Jugendliche die Geschosse. Sie wurden erwischt.

Glücklicherweise entstand kein Schaden. In der Vergangenheit war dies allerdings schon oft anders.

Im Juni 2010 wurde etwa eine Passantin von einem Stein auf der Brust getroffen, als sie den Karlsberg hochlaufen wollte (wir haben berichtet). Sie erlitt ein dickes Hämatom. Anwohner des Karlsbergs beklagen immer wieder zu Bruch gegangene Fensterscheiben und Dachplatten. Oft würden dem Steinewerfen ausschweifende Feste oben am Schlossplatz vorangehen. Nach diesen fliegen dann auch mal Glasflaschen. Die Anwohner leben in ständiger Angst wegen der Vandalen. Zu recht, wie sich am vergangenen Mittwoch wieder einmal bestätigte.

Um die Mittagszeit beobachteten aufmerksame Anwohner, wieder einmal, wie Steine nach unten regneten. Sie informierten die Polizeiinspektion Dachau. Sofort machte sich eine Streife auf den Weg. Die Beamten erwischten fünf Juggendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren an Ort und Stelle. Sie alle stammen aus Dachau. Da es in diesem Fall zu keinem Sachschaden und keiner Beeinträchtigung des Verkehrsraumes Karlsberg gekommen war, wurden die Jugendlichen lediglich eindringlichst bezüglich der Gefahren belehrt und anschließend des Platzes verwiesen.

Das Problem mit den Übeltätern ist seit Jahren bekannt. Die Polizei muss immer wieder einschreiten. Als Lösungsmöglichkeiten werden immer wieder Schranken oder Poller ins Spiel gebracht, die abends die Zufahrt auf den Parkplatz verhindern würden - das glauben Anwohner wie Polizei. Denn: „Die meisten Chaoten fahren mit dem Auto hoch, weil sie zu faul sind, auf den Berg zu laufen“, wie eine Anwohnerin meint.

zim

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