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Eintauchen in die 50er Jahre können Besucher ab Sonntag in der Furthmühle.  

In der Furthmühle ist wieder etwas geboten

Am Freitag, 3. Juli,  kehrt endlich wieder Leben in die Furthmühle ein. Dann gibt es wieder kulturellen Veranstaltungen, die in den vergangenen drei Monaten so schmerzlich vermisst wurden.

VON SIMONE WESTER

Furthmühle–  Wegen der vorgeschriebenen Abstandsregeln müssen die Veranstaltungen alle im Freien stattfinden, was natürlich bedeutet, dass diese bei schlechtem Wetter entfallen müssen. Dagegen gibt es nach wie vor keine Führungen, und auch das Café muss noch geschlossen bleiben.

Die Corona-Zwangspause beendet heute um 19.30 Uhr „daEbner“ mit seinem Kabarettprogramm – wegen der Hygienemaßnahmen im Freien und mit begrenzter Besucherzahl. Einen Hut, eine Gitarre und eine Bühne – mehr braucht Patrick Ebner alias „daEbner“ nicht. So begeistert der 33-jährige Straubinger seit nunmehr fünf Jahren sein Publikum in ganz Bayern. Auch im neuen Bühnenprogramm „Hundsdog“ erzählt und singt der Musikkabarettist von all dem, was ihn beschäftigt und bewegt.   

Auch die Sonderausstellung „Die 50er Jahre“ wird eröffnet, Beginn ist am kommenden Sonntag, 5. Juli. Danach kann die Ausstellung immer sonntags zwischen 13.30 und 17.30 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Sonderausstellung „Wirtschaftswunder und Verdrängung“, die in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt im Landkreis Dachau organisiert wird, taucht in die 50er Jahre ein. Petticoat, Rock ’n’ Roll, Nierentisch und Isetta – die Zeit des Wirtschaftswunders, des Aufbruchs war da. Das hatte Auswirkungen auf viele Lebensbereiche: In der Landwirtschaft übernahm der Traktor die Feldarbeit, viele Dorfbewohner pendelten nach München zur Arbeit, man leistete sich das erste Auto, und am Wochenende sah man sich Kinofilme an –im Lichtspielhaus oder in der Wirtschaft.

Die Ausstellung beleuchtet aber auch die negativen Seiten dieser Zeit. Einer Zeit der Verdrängung. Ehemalige Nationalsozialisten saßen wieder in Amt und Würden, die Opfer des NS-Regimes litten ungehört, und nationalsozialistisches Gedankengut wirkte in den Köpfen vieler weiter. Die Ausstellungsgegenstände – Möbel, Kleidung, Spielsachen und vieles andere – sowie Fotos und Erinnerungen von Zeitzeugen geben ein anschauliches Bild vom Alltagsleben der 50er.

Alle Informationen

zur Ausstellung und immer aktuell zu den geplanten Veranstaltungen und möglichen wetterbedingten Absagen finden Sie unter https://www.foerderverein-furthmuehle.de/

Die Furthmühle liegt im Dreieck der Gemeinden Odelzhausen, Pfaffenhofen und Egenhofen, direkt an der Glonn, wo die Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau und Aichach-Friedberg aufeinandertreffen.

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