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Baulich fertig ist die Garage am Marktplatz. Nur ein Lüfter fehlt noch.

Garage vor der Eröffnung

Nur ein Lüfter fehlt noch

Indersdorf - Vielen ist die Parkplatzsituation am Indersdorfer Marktplatz ein Graus. Das soll eine neue Tiefgarage ändern. 14 öffentliche Stellplätze sind hier entstanden.

Untragbar. So bezeichnete Gemeinderat Helmut Ebert (FW) noch vor einem Jahr die Parkplatzsituation am Indersdorfer Marktplatz. Seine Fraktion stellte damals den Antrag, die Situation zu entschärfen und anderweitig Parkplätze zu schaffen, vor allem für Dauerparker. Seither hat sich unabhängig von dem Antrag einiges getan.

Zum einen gibt es seit dem vergangenen Jahr 24 zeitlich begrenzte Plätze an der Rothbachwiese, schräg gegenüber der Gaststätte Funk, und auch am Marktplatz stehen bald 14 öffentliche Parkplätze zur Verfügung. Die Plätze befinden sich in der neuen Tiefgarage unterhalb der Eisdiele und werden auf eine Parkdauer von zwei Stunden begrenzt sein.

„Die Tiefgarage ist eigentlich fix und fertig“, erklärt Klaus Mayershofer, Geschäftsleiter der Gemeinde Indersdorf. „Von der Beleuchtung bis hin zur Anzeige der freien Stellplätze ist alles fertig.“

Doch noch kann die Garage nicht eröffnet werden. Der Grund: Sicherheit, genauer gesagt: Brandschutzvorschriften. „Diese Parkgarage wird hoch frequentiert sein, da braucht es mehr Sicherheitsmaßnahmen als gewöhnlich“, erklärt Klaus Mayershofer. Deshalb muss die Gemeinde einen Hochleistungslüfter anschaffen, der im Brandfall den Rauch aus der Garage absaugen kann. Kosten: 40 000 Euro. Ob sich der Landkreis zu 20 Prozent an den Kosten beteiligen wird, entscheidet sich im Kreisausschuss am 15. April. Das Gerät stünde im Ernstfall allen umliegenden Gemeinden zur Verfügung.

Sobald diese Entscheidung gefallen ist, bestellt die Gemeinde den Hochleistungslüfter. „Und dann können wir die Garage für die Öffentlichkeit öffnen“, sagt Mayershofer. Diese Parkplätze sind von der Gemeinde bereits lange geplant: Als sie das Holdenried-Grundstück für rund 690 000 Euro an die Objekta Wohnbau GmbH in Indersdorf verkaufte, waren die Stellplätze „Teil des Deals“, wie der Geschäftsleiter erklärt.

Der Markt kaufte der Eigentümerin 14 Tiefgaragenstellplätze für 149 000 Euro ab, vier der insgesamt 18 Plätze nutzt die Eigentümerin des Holdenried-Anwesens selbst.

Der Markt wollte, dass die Stellplätze für die Bürger trotz Tiefgarage attraktiv sind. Deshalb wurden sie etwas größer als Normparkplätze gebaut. „Es hilft doch nichts, wenn Leute sagen: ,Da ist alles so eng, fahr’ da nur nicht rein’. Das wollten wir nicht“, sagt Klaus Mayershofer. Einer der 14 Parkplätze wird zudem barrierefrei sein.

Außerdem wird die Tiefgarage nicht die einzige Möglichkeit bleiben, in Marktplatznähe zu parken, erklärt Mayershofer. Unterhalb der Marktkirche, neben der Glonnbrücke, werden auf einer Parkfläche acht bis zehn Stellplätze entstehen.

cb

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