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Treffpunkt Biotopteich (von links): Christoph Hillenbrand, Landrat Stefan Löwl, Wolfram Vaitl, MdL Bernhard Seidenath, Siegfried Lex (Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege), Bürgermeister Peter Felbermeier, Andreas Herold, Rudolf Kratzer, Werner Arm (stellvertretender Kreisvorsitzender Verband Garten und Landschaftspflege Dachau), Armin Wiesner (Kreisfachberatung); sitzend Christine Lesch.

Offene Gartentüren

Zwischen Yuccapalmen und Feigen

Inhausermoos - So manch verwunschenes Gartenparadies, so manche Erholungsoase öffnete gestern beim Tag der Offenen Gartentür in Bayern die Pforten. Dazu zählt auch das Kleinod von Christine Lesch und Andreas Herold im Inhausermoos.

Zum 18. Mal haben gestern zum Tag der offenen Gartentür in ganz Bayern etwa 350 Gartenbesitzer ihre Pforten geöffnet, um voller Stolz das Ergebnis ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Natur und Gartenkultur der Öffentlichkeit zu zeigen. In Haimhausen beteiligten sich zum dritten Mal Christine Lesch und Andreas Herold mit ihrem Kleinod im Inhausermoos.

Zur Eröffnung des Tags der offenen Gartentür kam bereits am Freitagabend als Schirmherr der oberbayerische Regierungspräsident Christoph Hillenbrand. Ihn begleitete eine ganze Delegation, darunter der Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberbayern für Gartenkultur und Landschaftspflege, Rudolf Kratzer, und der Präsident des Bayerischen Landesverbandes für Garten- und Landespflege, Wolfram Vaitl.

Mit dabei waren auch Landrat Stefan Löwl, MdL Bernhard Seidenath und Bürgermeister Peter Felbermeier. Christoph Hillenbrand überbrachte Christine Lesch und Andreas Herold eine Teilnahmeurkunde zum Tag der offenen Gartentür. „Ein Garten kostet Zeit und Geld. Gärten haben aber auch einen besonderen Stellenwert als Erholungsoasen und Lebensräume für Insekten und Tiere“, würdigte er die grüne Oase im Inhausermoos.

Anschließend führten die beiden Hobbygärtner die Delegation durch ihr verwunschenes Traumreich. Ein antikes Gartentürchen bewacht den Eingang. Auf etwa 350 Quadratmeter gedeihen unter liebevoller Pflege einheimische Gewächse ebenso wie Exoten. Wildobst und Stauden wachsen in trauter Nachbarschaft mit Yuccapalmen, Feigen und Tamarisken. Urlaubserinnerungen werden wach.

Daneben strecken sich Pflanzen, die andere Gärtner bereits als Gartenabfall entsorgt haben, der Sonne entgegen. „Unser Garten ist ein Dauerexperiment“, erklärte Christine Lesch am naturnahen Biotop. „Wir pflanzen und warten, was passiert. Natürlich geht auch mal was über den Winter ein. Dadurch verändert sich unser grünes Paradies immer wieder. Auf Dauer stehen nur das Biotop, die Laube und die Natursteinmauer. Alles andere ist in ständigem Austausch.“

Eine nicht ganz einfache Aufgabe, da der Unterboden moosiger Schwimmboden ist, der bei jedem Schritt ein wenig mitschaukelt. Rückblickend schilderte sie, wie seit 1989 aus einem Acker am Haus jedes Jahr ein Stück mehr grüner Wohnraum entstand. Besonders stolz sind die beiden auf einen etwa zwei Meter durchmessenden Bambusstrauch, der als mickriges Pflänzchen ebenfalls einst auf dem Kompost landete. Sein Retter Andreas Herold gab ihm ein Plätzchen am Teich, wo er inzwischen als stattlicher exotischer Strauch dominiert.

sh

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