Gartenstraße in Karlsfeld

Die Bäume werden gefällt

Karlsfeld - Ausgerechnet in der Gartenstraße werden Bäume gefällt. Sie haben massive Schäden an Gehweg, Bordstein und Asphalt verursacht. Das Bündnis stimmt gegen die Fällung.

Der Bauausschuss des Karlsfelder Gemeinderats hat mehrheitlich beschlossen, mindestens sieben Bäume im hinteren Bereich der Gartenstraße fällen zu lassen. Die Bäume haben auf dem Gehweg, am Bordstein und am Straßenbelag massive Schäden verursacht. Wegen der stark eingeschränkten Verkehrssicherheit sprach Bürgermeister Stefan Kolbe (CSU) von einem „Haftungsproblem“ und drängte zur Eile: „Das müssen wir dieses Jahr noch erledigen.“ 

Wie Fritz Maier vom Bauamt den Gemeinderäten darlegte, haben oberflächennahe Baumwurzeln in der Gartenstraße zwischen Kreisverkehr und Liesl-Karlstadt-Straße bis zu 15 Zentimeter hohe Hebungen in den Gehweg gedrückt. Die Bauminseln sind schlicht zu klein. 

Maier schaltete einen Fachmann ein, der die Bäume untersuchte und Sanierungsmöglichkeiten prüfte. Der Fachmann legte ein Gutachten vor, dem zufolge eine Fällung einiger Bäume unabwendbar ist. 

Der Gehweg soll nach der Fällung saniert werden. Dann werden neue Bäume in größere Baumquartiere gepflanzt. Bei dieser Gelegenheit will die Gemeinde die Haltestelle für den Schulbus verlegen und barrierefrei ausbauen – ein Wunsch vieler Anlieger und Eltern. Die Baumaßnahme – Fällung der Bäume, Gehwegsanierung und Verlegung der Haltstelle – kostet insgesamt 115 000 Euro.

Mechthild Hofner, Vorsitzende der Bündnis-Fraktion und Umweltreferentin der Gemeinde, glaubt nicht, dass die Fällung der Bäume ohne Alternative ist. „Das sind gesunde Bäume“, betonte Hofner, man müsse ihnen nur mehr Platz geben, „dann werden sie keine weiteren Schäden anrichten.“ Ihrer Meinung nach liegt der von der Gemeinde eingeschaltete Sachverständige falsch. Hofner rief dazu auf, andere Fachleute heranzuziehen. Es gebe Firmen, die auf Fälle wie diesen spezialisiert seien. 

Johann Willibald (CSU) warnte davor, nur die Baumquartiere aufzuweiten und „zwei oder drei Mal Geld in die Hand zu nehmen, weil wir in ein paar Jahre merken, es funktioniert trotzdem nicht“. 

Adrian Heim (Bündnis für Karlsfeld) kritisierte eine „halb gare Planung“. Das Gutachten des Baumfachmanns habe er vor der Sitzung nicht erhalten. „Das geht alles hoppla-hopp, da kann ich nicht zustimmen.

tol

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