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Ein kleines Stück „Grün“ der Fassade des Rössler-Anwesens lugt noch hinter dem Bauzaun hervor.

Gebäude in der Altstadt Dachau nicht sanierungsfähig

Fassade des Rössler-Anwesens in Schutt und Asche

Die Fassade des Rössler-Anwesens in der Pfarrstraße 11 sollte eigentlich erhalten bleiben. Am Mittwoch teilte OB Florian Hartmann allerdings mit, dass das „Rössler-Anwesen in der Altstadt nicht sanierungsfähig gewesen sei“. Die Fassade soll aber in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild rekonstruiert werden.

Dachau - Das Rössler-Anwesen in der Altstadt war nach Aussage des Sachverständigen und des Statikers nicht erhaltungsfähig, wie OB Flöorian Hartmann am Mittwoch in einer Pressemitteilung erklärte.  Zu dem Zeitpunkt war die Fassade schon Schutt und Asche. Sie soll nun rekonstruiert werden. 

„Bauprojekte in der Dachauer Altstadt sind hochsensibel“, so Hartmann. Auf dem Rössler-Anwesen sollen Eigentumswohnungen mit Tiefgarage und Ladenflächen entstehen. Ein im Auftrag des Bauträgers erstelltes Gutachten aus dem Frühjahr 2017 kam schon zu dem Schluss, dass aufgrund fortgeschrittener Schäden an der Bausubstanz die Fassade sowie die Gebäudehülle nicht erhalten bleiben können. Doch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege wollte, dass Fassade und Gebäudehülle erhalten bleiben sollen. Der Bauausschuss hatte Ende Juni dann entschieden, dass zumindest die Fassade bestehen bleiben soll. Auch der Eigentümer wollte laut Stadt nichts unversucht lassen, um die Fassade zu erhalten. Doch vier Wochen später „erteilte die Stadt Dachau als Untere Denkmalschutzbehörde dem Investor die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis zum Abbruch des Bestandsgebäudes sowie zum Neubauvorhaben an gleicher Stelle“, so der OB. 

Am Mittwoch lugte also nur noch ein kleines Stück „Grün“ hinter dem Bauzaun hervor. Laut Gutachten sei „insbesondere im Bereich von Wand und Schornstein zu Haus Nummer 10, der Außenwand, der Teil-Keller, der Geschossdecken und des Dachstuhls jederzeit mit einem Einsturz“ zu rechnen gewesen. Das Gebäude war nach Aussage der Sachverständigen und des Statikers nicht erhaltungsfähig – „und allein deshalb ist dem Eigentümer die Instandsetzung nicht zuzumuten“, so der OB. 

dn

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