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Dicke Bände: Michael Wagner, der langjährige Vorsitzende, des Krieger- und Soldatenvereins Tandern-Randelsried hat nun die Erarbeitung von zwei Gedenkbüchern über die Teilnehmer an den beiden Weltkriegen abgeschlossen und vorgestellt.

Erinnerung an jeden Kriegsteilnehmer

Neues Gedenkbuch in Tandern

Tandern - In jahrelanger mühsamer Recherche-Arbeit ist in Tandern ein Gedenkbuch an die Teilnehmer der beiden Weltkriege entstanden. Der Vorsitzende des Krieger- und Soldatenvereins, Michael Wagner, hat sich viel Arbeit gemacht.

Vor einiger Zeit kam es im Vorstand des Krieger- und Soldatenvereins Tandern-Randelsried zu einer Diskussion über über die Erstellung einer Chronik oder eines Gedenkbuches für die Kriegsteilnehmer beider Weltkriege. Denn mit der wachsenden zeitlichen Distanz nimmt auch die emotionale Teilnahme am schrecklichen Geschehen jener Jahre ab. Der Kreis der Zeitzeugen verringert sich stetig und so sei der Zeitpunkt, an dem niemend mehr etwas aus eigenen Erleben oder Wissen berichten kann, schon fast erreicht.

Die Identifizierung der Namen wird immer aufwändiger, schon heute gibt es zu vielen keine Bilder und Informationen mehr. Deshalb ist der langjährige Vorsitzende des Krieger- und Soldatenvereins, Michael Wagner zu der Überzeugung gekommen, ein Gedenkbuch zu erarbeiten, das nun mit großer Mühe fertiggestellt wurde.

In zwei dicken Ordnern sammelte er eine umfassende Chronologie über Einsatzorte, Dienstgrad und Einheiten, in denen die Kriegsteilnehmer gewirkt hatten. Nicht selten war es dabei, dass fast hundert Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges vieles nicht mehr feststellbar war.

Jedem Kriegsteilnehmer widmete der Vorstand eine Seite, so dass allein aus dem Zweiten Weltkrieg im Einzugsbereich des Krieger- und Soldatenvereins Tandern- Randelsried fast 200 Seiten zusammenkamen und knapp ebenso so viel aus dem Ersten Weltkrieg. Eine Vielzahl von Bildern hat der Vorsitzende dafür zusammengetragen, auf Sterbebildern wird an die gefallenen und vermissten Kamaraden erinnert.

Oft waren die Männer noch keine 20 Jahre alt, als sie in den Krieg ziehen mussten und ihre Heimat nie mehr sahen. Erinnert wird aber auch an diejenigen, die glücklicher Weise wieder nach Hause kamen, geprägt von körperlicher Versehrtheit und großen seelischen Belastungen, die sie ein Leben lang begleitet haben.

„Wir wünschen uns, dass diese Zeitzeugen noch lange ihre tiefste Überzeugung aus ihrem eigenen Erleben weiter geben können: Nie wieder Krieg“, schreibt der Vorsitzende in seinem Vorwort der Gedenkbücher.

Ein Andenken an die Opfer der Weltkriege, mit deren Eltern, Geschwistern oder Angehörigen wir gelebt haben oder noch immer leben, soll dieses Gedenkbuch sein. Die Umsetzung des Vorhabens wäre, so der Vorsitzende, nicht möglich gewesen ohne die große Hilfe vieler Einzelpersonen und Institutionen. Es waren zu allererst die Familien selbst, die bereitwillig Bilder und Informationen zur Verfügung gestellt haben, was oftmals kein leichtes Unterfangen war. Umso mehr hat Michael Wagner die große Hilfsbereitschaft und das Engagement vieler gefreut.

Nach jahrelanger Arbeit konnte nun das umfangreiche Werk abgeschlossen werden. Interessenten können sich die beiden Gedenkbuch-Ordner bei Vorstand des Krieger- und Soldatenvereins ausleihen und zu Hause in Ruhe studieren.

fh

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