Fünf Stelen, ein Künstler: Wolfgang Sand stellt seine Modelle für das Kunstwerk am Kramer Kreuz vor. Foto: sh

Ein Geistesblitz hoch fünf

Haimhausen - Ein Leiterwagen, eine Windfahne, ein Rad, ein Trichter und ein weiblicher Torso - was diese fünf Dinge verbindet? Sie alle stellen ein Aspekt Haimhausens dar - aus der Sicht des Künstlers Wolfgang Sand. Er stellte seinen Entwurf für das Kunstwerk am Kramer Kreuz vor.

Der Haimhauser Bildhauer Wolfgang Sand hat in der jüngsten Bauausschusssitzung den Entwurf eines Kunstwerkes vorgestellt: Fünf Kupferplastiken auf Eichenstelen sollen am Kreisverkehr Kramer Kreuz aufgestellt werden.

Der Kreisel wurde im vergangenen November eingeweiht. Schon damals stand der Wunsch des Gemeinderates nach einem Kunstwerk am Ortseingang fest. Wolfgang Sand wurde daraufhin beauftragt, sich zu diesem Thema Gedanken zu machen und einen entsprechenden Entwurf zu entwickeln.

Die dargestellten Symbole lassen einen großen Interpretationsspielraum zu, die wahre Bedeutung ist nicht ohne Erklärung des Künstlers erkennbar.

Stele Nummer eins zeigt den Weg der ursprünglich landwirtschaftlichen Gemeinde zu einem modernen Wohnort.

Woher der Wind weht, lässt sich an der Windfahne von Stele zwei ablesen.

Stele drei befasst sich mit dem gewerblichen und energetischen Teil Haimhausens.

Stele vier soll auf die Internationale Schule hinweisen. Der schiefe Kirchturm nebenan zeigt den momentanen baulichen Zustand der Pfarrkirche. Ob der beigefügte Blitz nun der Zeigefinger Gottes, ein Geistesblitz oder die geballte Himmelsladung, die den Maibaum im Sommer spaltete, darstellen soll, muss jeder für sich entscheiden.

Kunst und Braukunst vereint Stele fünf mit einem weiblichen Torso stellvertretend für den Künstlerort.

Diese fünf Stelen sollen in Fahrtrichtung von der Allee kommend Richtung Maisteig auf dem Kreisverkehr aufgestellt werden. Für die Arbeiten veranschlagt der Bildhauer etwa ein Jahr. Über die Kosten wurde noch nicht offiziell gesprochen. Erst, wenn alle vorrangigen Arbeiten bezahlt seien, könne die Gemeinde ein Kunstwerk in diesem Ausmaß in Auftrag geben, erklärte Bürgermeister Felbermeier. „Das wird sicher nicht in den kommenden drei bis vier Jahren sein.“

(sh)

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