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Preisübergabe (von links): Geburtstagskind Gertraud Felbermeier, Angelika Goldfuß, MdL Bernhard Seidenath, Bürgermeister Peter Felbermeier, Künstlerin Mette Therbild, Pfarrer Konrad Seidl und Claudia Kops.

Unermüdlich im Einsatz

Gemeinde vergibt Ehrenamtspreis

Haimhausen – Den diesjährigen Ehrenamtspreis der Gemeinde Haimhausen haben Pfarrer Konrad Seidl, Angelika Goldfuß und Professor Alfred Gleißner erhalten.

Bürgermeister Peter Felbermeier würdigte ihren Einsatz zum Wohle des Gemeinwesens anlässlich der Jahresabschlussfeier der Gemeinde.

Pfarrer Seidl ist bereits seit zwölf Jahren im Ruhestand. Untätigkeit und Stillstand sind jedoch für ihn Fremdwörter. Der „Pfarrer mit Leib und Seele“, wie ihn der Bürgermeister bezeichnete, ist kein Seelsorger, der mit Erreichen des Rentenalters seine Berufung an den Nagel hängt. „Hoch motiviert haben Sie sich in den vergangenen elf Jahren um die Haimhauser ‚Herde’ gekümmert und haben sich dabei den Respekt und die Sympathien der Menschen in der Pfarrei St. Nikolaus erworben“, sagte Felbermeier. Mit seinem unerschütterlichen Optimismus wirke er als ausgleichendes Moment zwischen kirchlichen und weltlichen Belangen.

Gerade dem christlich-sozialen Gewissen in der Gesellschaft, der KAB, widmet er sich mit ganzer Hingabe. Viele Jahre war er Diözesan-Präses der KAB Regensburg und Verbandspräses der KAB Südbayern. Das Amt des Präses des KAB-Ortsverbandes Haimhausen übt der über 80-Jährige noch immer aus.

Als Dank für sein wertvolles Engagement erhielt Pfarrer Seidl ein Bild von der Haimhauser Malerin Mette Therbild. Es zeigt eine Collage aus den vielen Herzensangelegenheiten des Seelsorgers im unermüdlichen Einsatz um den Erhalt des christlichen Zusammenlebens.

25 Jahre alt wurde der Förderverein Miteinander-Füreinander. Den Grundstein dafür hat vor einem viertel Jahrhundert Angelika Goldfuß gelegt. Noch heute ist sie Vorsitzende des Fördervereins, der eine unverzichtbare Anlaufstelle für bedürftige Haimhauser Bürger wurde. Menschen, die helfen wollen und solche, die Hilfe benötigen, hat sie mit ihrem Team zusammengebracht und auf diese Weise soziale Brücken im Ort geschaffen.

Bereits ganze drei Jahrzehnte widmet sie sich der Kommunalpolitik. 1976 wurde sie als Nachrückerin von Bürgermeister Alfred Deger als Gemeinderatsmitglied vereidigt. Nach einigen Jahren Pause ist sie seit 1990 wieder im Gemeinderat und seit sieben Jahren 3. Bürgermeisterin. „Durch Deinen Einsatz bei Miteinander-Füreinander und in der Politik hast Du gezeigt, was Einzelne oder auch eine kleine Gruppe bewegen kann. Du hast Dich nicht beirren lassen von manchen Schwierigkeiten und Hemmnissen, die Dir bei Deiner ehrenamtlichen Arbeit begegnet sind“, so der Bürgermeister.

Solcher Einsatz fordere aber auch persönliche Kraft, die nicht unerschöpflich sei. Daher ermahnte er die engagierte Kollegin aus dem Gemeinderat, sorgsamer mit sich umzugehen. Als Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz in den vergangenen Jahrzehnten erhielt sie einen Gutschein zum „Entschleunigen“.

Prof. Alfred Gleißner war an diesem Termin verhindert. Bürgermeister Felbermeier und Claudia Kops überbrachten ihm daher seine Ehrung bereits vor zwei Wochen zum Geburtstag.

sh

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