Einstimmiger Gemeinderatsbeschluss

Karlsfeld erhöht Grund- und Gewerbesteuer

Karlsfeld - Die Gemeinde Karlsfeld ist knapp bei Kasse. Jetzt erhöht sie die Steuerhebesätze.

Die Gemeinde Karlsfeld erhöht zum 1. Januar 2017 die Grund- und die Gewerbesteuer. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig beschlossen. Die Grundsteuer A für Betriebe der Forst- und Landwirtschaft wird um zehn Prozent erhöht, die Grundsteuer B für Grundstücke sowie die Gewerbesteuer um jeweils 9,4 Prozent.

Wie Kämmerer Alfred Giesinger dem Gemeinderat darlegte, rechne er mit zusätzlichen Einnahmen von 802 000 Euro pro Jahr; 600 000 Euro bei der Gewerbesteuer, 200 000 Euro bei der Grundsteuer B sowie 2000 Euro bei der Grundsteuer A. Giesinger rechnete zur Verdeutlichung zwei Beispiele vor: Der Eigentümer eines 50 Jahre alten Reihenmittelhauses muss nun 250,32 Euro Grundsteuer bezahlen, das sind 21,46 Euro mehr als jetzt. Für eine Eigentumswohnung mit 63 Quadratmeter Wohnfläche fallen statt bisher 131,71 Euro nun 144,06 Euro an.

Für Grundbesitz muss jährlich Grundsteuer an die Gemeinde bezahlt werden. In der Regel wird die Erhöhung auf Mieter umgelegt.

Das Bündnis für Karlsfeld hatte die Erhöhung der Hebesätze angesichts der prekären Finanzlage der Gemeinde beantragt. Letztlich fiel die Erhöhung sogar deutlicher aus, als vom Bündnis vorgeschlagen. Die Maßnahme sei „unbedingt erforderlich für die Gemeindefinanzen“, sagte Finanzreferent Holger Linde (CSU). In den vergangenen Jahren fuhr die Gemeinde Karlsfeld im laufenden Betrieb pro Jahr ein Defizit von rund einer Million ein. (tol)

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