Schule Altomünster

Gemeinderat gibt grünes Licht für Ganztagsklassen

Altomünster - Einstimmig gab der Gemeinderat Altomünster am Dienstagabend grünes Licht zur Bildung von Ganztagsklassen an der Altomünsterer Grundschule in den Klassen eins bis vier.

Voraussetzung dazu ist allerdings, dass auch die erforderlichen Schülerzahlen vorliegen. Die, so erklärte Rektorin Nicola Lachner dem Gremium, dürften frühestens bis Mai/Juni vorliegen. Da Altomünster bereits schon einmal eine Ganztagesklasse hatte, dürfte das Kultusministerium das Ansinnen problemlos genehmigen. Bisher sieht es aber so aus, dass ab diesem Schuljahr lediglich in den Jahrgangsstufen eins und vier jeweils eine Ganztagsklasse gebildet werden kann.

Je Ganztagsklasse sind ab dem kommenden Schuljahr an den Freistaat Bayern 5500 Euro zu entrichten sind. Außerdem sind Investitionen zur Einführung im laufenden Jahr in Höhe von 70 000 Euro notwendig.

Rektorin Lachner betonte gegenüber dem Gemeinderat, dass sie versucht habe ein Konzept zu finden, mit dem sowohl die Kinder, Eltern und vor allem auch die Berufstätigen klarkommen. Sie ist froh, dass in Altomünster bisher eine gut funktionierende Schülerbetreuung möglich war. Doch künftig möchte sie, dass auch die Lehrkräfte mit eingebunden werden, vor allem eben am Nachmittag, nach einer längeren Mittagspause. Man spricht dabei von gebundenen Ganztagsklassen an vier Wochentagen. Nicola Lachner betonte, sie sei eine „überzeugte Verfechterin des gebundenen Ganztagsunterrichts“.

Angedacht wurde auch, dass die Betreuung der Kinder bis zur Busabfahrt um 17 Uhr möglich ist, sowie die Betreuung in den Schulferien. Allerdings wird dies kostenpflichtig werden.

Martina Englmann (CSU) regte an, dass die Betreuung auch am Freitag mindestens bis 16 Uhr gewährleistet werden sollte. Sie wollte zudem wissen, ob mit dem Bau der neuen Schule in Odelzhausen Abwanderungen von Schülern aus dem Gemeindebereich zu erwarten sind. Die Schulrektorin glaubt nicht daran, aber es könnten im Bereich der Mittelschulen dann vielleicht einige Zweige im Schulverbund Altomünster wegfallen. Amtsleiter Christian Richter sah es als nicht ganz so einfach an, die Schule zu wechseln. „Wir sind ein Schulsprengel und wer den verlassen möchte, braucht triftige Gründe dazu. Ein Schulhausneubau ist kein Grund!“

Jetzt wird es erst einmal Gespräche in alle Richtungen geben, mit den Eltern, der Schülerbetreuung und den Lehrern, um letztlich ein gutes Miteinander zu finden, wenn die Ganztagsklassen zustande kommen.

Die frühere Pilot-Ganztagsklasse in Altomünster war vor zwei Jahren mit höheren Alter der Schüler nicht mehr gefragt und daher ausgelaufen. Danach war keine neue mehr gebildet worden. 

Gisela Huber

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