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Behindertengerecht und damit vorbildlich ist der Weg von den Reitwiesen zum Bahnhof und zum Zentrum.

Maßnahmenpaket verabschiedet

Barrierefrei vom Bahnhof bis ins Zentrum

Altomünster - Kopfsteinpflaster und Steigungen: Für Menschen mit Behinderung ist es nicht einfach, sich im Markt Altomünster zu bewegen. Doch der Gemeinderat hat jetzt ein Maßnahmenpaket verabschiedet. Ein Bereich ist bereits jetzt barrierefrei und beispielhaft.

Wesentlich einfacher soll es in Zukunft für Menschen mit Behinderung sein, vom Bahnhof zum Marktplatz zu kommen. Auch der Marktplatz selbst und der Zugang zum Rathaus sollen leichter zugänglich sein.

Dazu hat die Verwaltung zusammen mit Planern und den Behindertenbeauftragten des Landkreises verschiedene Routen entwickelt und bewertet. Als zielführendste hat sich dabei eine Verkehrsführung über das Baugebiet „Reitwiesen“ und den Jörgerring herauskristallisiert, so Geschäftsleiter Christian Richter.

Beim Baugebiet „Reitwiesen“ wurde aufgrund der topographischen Bedingungen schon ein behindertengerechter Weg berücksichtigt, der im Herbst bereits genutzt werden kann.

Am Bahnhof selbst, der im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke behindertengerecht ausgebaut wurde, sind noch Querungshilfen für Rollstuhlfahrer sowie die Erweiterung des Blindenleitsystems geplant. Als unzureichend wird auch die Strecke zum Fahrkartenautomat und Fahrgastunterstand angesehen. Hier sind, wie schon bei den Bahnsteigen, Absenkungen geplant.

Eng und daher schwierig ist der Bereich des Jörgerrings, wo der Weg von den Reitwiesen einmündet (Bereich Lorettokapelle). Das Planungskonzept sieht vor, hier eine gemischt genutzte Verkehrsfläche zu erzielen. Entsprechende Pflasterungen sollen Autofahrer warnen, dass hier auch andere Verkehrsteilnehmer und eben Menschen mit Behinderung unterwegs sind. Im Hechthof funktioniere das sehr gut, betonte Christian Richter.

Im Bereich Marktplatz und Rathaus sowie beim Weg zum öffentlichen WC sollen geschnittenes Granitpflaster das Großkopf- und Kleinsteinpflaster ersetzen und Absenkungen der Gehwege vorgenommen werden. Auch die Zahl der Stellplätze für Behinderte sowie der Fahrradstellplätze will man erhöhen.

Grundsätzlich zeigten sich alle Gemeinderatsmitglieder einverstanden mit dem Konzept. Wolfgang Grimm und Georg Huber junior konnten sich allerdings nicht damit anfreunden, dass ein Teil des Jörgerrings im Bereich der alten Kapelle zur Einbahnstraße umgewandelt werden soll.

Dennoch stimmten alle zu. Schließlich werden die Kosten in Höhe von 91 000 Euro zu 90 Prozent bezuschusst. 

Sabine Schäfer

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