Gemeinderat Hebertshausen

Edeka wird erweitert

Hebertshausen - Ein Ort wird attraktiv durch ausreichende Infrastruktur. Dazu gehören auch Einkaufsmöglichkeiten. In Hebertshausen zeichnen sich jetzt Verbesserungen ab.

Beim Edeka-Markt-Gelände in Ampermoching sind größere Veränderungen geplant. Dies ging aus den Worten von Roland Liesmann von der Hans Mayr Hochbau Gmbh hervor. Die GmbH ist Eigentümer der Gebäulichkeiten und hat umfangreiche Veränderungen in Absprache mit dem Vollsortimenter Edeka vor.

Beim damaligen Bau des Marktes galten noch andere Kriterien für eine Genehmigung. So war nur eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern genehmigungsfähig. Ab 2014 wurde dies geändert. Jetzt dürfen Vollsortimenter bis zu 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Dies geschieht in einem einfachen Verfahren mit einer einfachen Befreiung. Voraussetzung ist allerdings, dass die Erweiterung keine schädlichen Auswirkungen auf die Umgebung hat.

Das Innenleben des Marktes soll laut Roland Liesmann insofern geändert werden, dass die Trennwand zum jetzigen Getränkemarkt entfernt und die Verkaufsfläche für den Markt dementsprechend erweitert wird. Der Getränkemarkt soll dabei integriert werden. Das Ganze soll kundenfreundlicher und übersichtlicher werden. Auch sollen die Gänge besser genutzt werden.

Edeka erhofft sich mit der Vergrößerung ein besseres Geschäft. Auch wird dabei eine Konkurrenz, sollte es einmal eine geben, in Schach gehalten. Der Mietvertrag zwischen der Hans Mayr Hochbau GmbH und der Edeka wird im Rahmen der Maßnahme entsprechend geändert und auch längerfristig abgeschlossen.

Die restliche Fläche gegenüber dem Edeka-Markt soll nun ebenfalls verwertet werden. Bisher hat sich aber noch kein Mieter für den Neubau eines Fachmarktes gefunden. Verhandlungen mit einem Drogerie-Markt sind gescheitert. Diese Märkte gehen in der Regel nur noch in Orte mit mindestens 10 000 Einwohner, so Roland Liesmann. Aber es sind Interessenten da, so zum Beispiel Thomas Philipps mit Bauartikeln und Haushaltswaren. Eine Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern wäre dazu erforderlich.

Ein kleines Problem sind allerdings noch die Stellplätze für die beiden Unternehmen. Normalerweise müssten dafür 171 Stellplätze ausgewiesen werden. Derzeit gibt es 110 Stellplätze. Aber hier dürfte seitens der Gemeinde eine Regelung bzw. Genehmigung möglich sein.

Seitens des Gemeinderates und des Bürgermeisters wurde dann auch signalisiert, dass einer Genehmigung der geplanten Maßnahmen nichts im Wege steht. Dies bekräftigen auch die drei Fraktionssprecher Martin Gasteiger (FBB), Marianne Klaffki (SPD) und Hans Böswirth (CSU).

Edeka als Vollsortimenter mit 15 bis 20 000 Artikel ist gut für die Gemeinde. Außerdem steigert so ein Verkaufsmarkt einschließlich eines zusätzlichen Fachmarktes die Attraktivität des Ortes und ist eine Stärkung und auch ein Lockmittel für andere Gewerbetreibende für den Standort Hebertshausen, da ist sich Bürgermeister Richard Reischl sicher. 

Klaus Rabl

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