Architekten berichten im Gemeinderat

Teure Aussegnungshalle

Hebertshausen – In der jüngsten Gemeinderatsitzung konnte Hebertshausens Bürgermeister Richard Reischl auch die Architekten Markus Kuntscher und Florian Heim vom gleichnamigen Architekturbüro begrüßen. Die beiden Architekten berichteten über den Stand des Neubaus der Aussegnungshalle St. Georg.

Im Juni war mit den Bauarbeiten für die Aussegnungshalle mit den dazugehörigen weiteren Baumaßnahmen wie Ertüchtigung des alten Leichenhauses, Kanal- und Versorgungsleitungen, Urnenwand begonnen worden. Die Stützmauer mit Hangsicherung soll laut Markus Kuntscher auch noch heuer in Angriff genommen werden.

Im Frühjahr steht dann der Anbau an der Westseite der Kirche St. Georg an. Hier soll der neue Eingangsbereich der Kirche entstehen. Für die weiteren Gewerke der Aussegnungshalle mit Umfeld sind die Ausschreibungen erfolgt.

Allerdings liegen die Kosten etwas über den veranschlagten Rahmen. Deshalb sollen hier und da Reduktionen oder Vereinfachungen bei den Gewerken noch vorgenommen werden und danach eine neuerliche Ausschreibung erfolgen. Dies könne unter Umständen die Maßnahme etwas verzögern.

Architekt Markus Kuntscher bezifferte die Kosten auf Grund der Ausschreibungen auf derzeit rund 760 000 Euro. Für unverhergesehene Baumaßnahmen sollte noch ein Betrag von 20 000 Euro eingeplant werden.

Gemeinderat Martin Gasteiger (FBB) forderte, dass die Kosten unbedingt in Griff zu halten seien. Um das zu ermöglichen, könnten einzelne Baumaßnahmen, soweit möglich, kostengünstiger in Angriff genommen werden, indem ein weniger aufwändiges Material verwendet werde. Auch Thomas Göttler (FBB) mahnte zur Vorsicht bei den Kosten: „Wir sind gebrannte Kinder, denn in der Vergangenheit stiegen bei einer Baumaßnahme schon einmal die Kosten um einen schönen Betrag über die veranschlagte Summe.“

Die Baufirmen haben derzeit volle Auftragsbücher. Diverse Ausschreibungen wurden deshalb gar nicht beantwortet, oder das Angebot war überhöht.

Der Bürgermeister und die Gemeinderäte einigten sich deshalb darauf, eine von den Architekten ausgearbeitete detaillierte Kostenaufstellung für die noch anfallenden Arbeiten an die Fraktionen zu übergeben. Innerhalb der Fraktionen können dann entsprechende Änderungen an Material, Ausführung usw. vorgenommen werden. „Auch wenn dies die Baumaßnahme etwas verzögert, sollte dies nicht maßgeblich sein“, fand Thomas Göttler.

khr

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