Gemeinderat winkt Bauanträge durch

Sulzemoos - Der Gemeinderat von Sulzemoos hat eine Reihe von Bauvorhaben einstimmig auf den Weg gebracht.

Die Gemeinderäte stimmten über die geplante Hagelschutzüberdachung ab, die auf dem Gelände der Firma Glück errichtet werden soll. Das Unternehmen möchte den Raum zwischen den beiden Werkstätten und den Verkaufsraum überdachen, damit die abgestellten Fahrzeuge vor Hagel geschützt sind. Zudem soll auf der neu gewonnenen Dachfläche eine Photovoltaikanlage mit transparenten Modulen angebracht werden. Bürgermeister Gerhard Hainzinger erklärte, dass für das Vorhaben rund 4000 Quadratmeter Ausgleichsfläche erforderlich sind, die von der Gemeinde auf einem Grundstück am Steindlbach in der Nähe der Sulzemooser Kläranlage bereitgestellt werden.

Stellungnahmen sind auch zur geplanten Erweiterung des Gewerbegebietes in Sulzemoos von der Ohmstraße in Richtung Ziegelstadel eingegangen. Es gab unter anderem Anmerkungen zu Werbeanlagen, Referenzpunkten für Geländehöhen, Naturschutz und Ausgleichsflächen.

Keine Einwände hatten die Räte zu einem Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes, den ein Anwohner aus dem Einheimischenmodell in Sulzemoos eingereicht hatte. Er will auf seiner Garage ein Pultdach errichten. Im Bebauungsplan ist allerdings festgelegt, dass Garagendächer entweder als Flachdach oder analog der Dachform des Hauptgebäudes zu errichten sind. In diesem Fall wäre dies ein Zeltdach. „Der Bebauungsplan lässt eine große gestalterische Freiheit zu. Ich denke, wir können das ohne Weiteres genehmigen“, sagte der Bürgermeister.

In zwei Fällen stimmte der Gemeinderat für eine Bebauungsplanänderung, die wegen individuellen Bauanträgen notwendig ist. Auf einem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück im Tulpenweg am südlichen Ortsrand von Wiedenzhausen dürfen zwei Einfamilienhäuser anstatt eines Doppelhauses errichtet werden. Grünes Licht gab es für einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes Einsbach „Südlicher Ortsteil“. Dort hatte ein Anwohner einen Antrag auf Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in der Dornbergstraße beantragt. Der Gemeiderat musste eine Überschreitung der zulässigen Grundfläche um 47 Quadratmeter genehmigen. Die Kosten für die dafür notwendige Änderung des Bebauungsplanes müssen in beiden Fällen die Bauherren übernehmen. (cst)

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