Sie wollen mit der Musik Menschen zusammenbringen: der Chor „Oh Happy Day“. Foto: Thilo Wimmer

Gemeinsam stark - und preiswürdig

Dachau - „Oh Happy Day“ ist ein inklusiver Gospelchor der Caritas Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung - und wurde nun für einen Preis nominiert: für den Miteinander-Preis des Sozialministeriums.

Das Projekt setzte sich in der ersten Runde gegenüber 200 weiteren Mitbewerbern durch und erreicht nun die Endrunde: am Freitag, 21. Oktober, wird die Staatsministerin Emilia Müller im Schloss Nymphenburg den Preisträger bekannt gegeben.

150 Sänger, Tänzer und Percussionisten mit und ohne Behinderung begeistern schon seit zwei Jahren mit ihren Konzerten in Fürstenfeldbruck, Dachau und München immer vor ausverkauften Sälen ihre Zuschauer. „Die Nominierung ist für uns eine große Ehre und ein großer Erfolg. Wir freuen uns, dass unser Projekt diese Aufmerksamkeit erfährt und wir so unsere Botschaft, dass Inklusion funktioniert, nach außen tragen können“, sagt Thilo Wimmer, Projektleiter von „Oh Happy Day“. Die Auszeichnung gebühre aber nicht nur der Caritas, sondern „besonders“ auch der musikalischen Leitung Ulrike Buchs-Quante und ihrem Team. „Die Konzeption von Oh Happy Day ist von ihr und wird gemeinsam mit Roger Hefele, Stephanie Felber und Annette Placht mit den 150 Laiensängern umgesetzt.“

Nach den großen Erfolgen in den vergangenen Jahren ist jetzt der Chor mittendrin in den Vorbereitungen zu seinem neuen Programm „Oh Happy Day - We are the World“. An nur sechs Workshoptagen bereitet sich der Chor auf seine zweistündigen Konzerte vor. Diesmal wird er mit drei Konzerten auf Tournee gehen - diesmal ist Dachau leider nicht dabei. Am 20. November ist Oh Happy Day im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck, am 11. Dezember in der Kirche St. Benno in München und am 18. Dezember in der Stadthalle Erding zu sehen und zu hören.

Diesmal sind auch Flüchtlinge aus Nigeria, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Senegal, Uganda, Somalia, Eritrea und Ghana mit dabei. Sie werden ihre Musik im Konzert präsentieren. „Es steckt viel musikalisches Potenzial in den Teilnehmern, dass wir für das Konzertprogramm nutzen können“, sagt Ulrike Buchs-Quante, Leiterin des musikalischen Teams. „Wir freuen uns auf dieses neue Projekt, da es Inklusion und Integration miteinander verbinden wird. Wir können mit unserer Musik Menschen zusammenbringen und unsere Botschaft bei unseren Konzerten, dass wir alle nur gemeinsam stark sind, nach außen tragen.“

Das Markenzeichen von Oh Happy Day sind musikalischen Highlights, kombiniert mit viel Emotionen, die sofort auf das Publikum überspringen. Dabei ist Oh Happy Day mehr als ein Chor. Das Konzert verwandelt sich mit Tanzeinlagen, Percussionsstücken und schauspielerischen Elementen zu einem künstlerischen Abend der besonderen Art. Und der Chor singt nicht nur Gospel, sondern auch Popsongs und Hip Hop.

(dn)

Karten gibt es bei allen Münchenticket Vorverkaufsstellen, beim Veranstaltungsforum Fürstenfeld und der Stadthalle Erding. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage www.caritasgospelchor.de.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tobias Valentin aus Schwabhausen
Tobias Valentin heißt der kleine Bub der jetzt mit 3330 Gramm und 53Zentimetern im Helios Amper-Klinikum in Dachau das Licht der Welt erblickte. Das zweite Kind von …
Tobias Valentin aus Schwabhausen
Unfassbar: Autofahrer fährt Feuerwehrmann an, beleidigt und attackiert ihn schließlich
Unglaublich, was sich am Samstagnachmittag in Bergkirchen abgespielt hat: Ein 25-jähriger Münchner hat einen Feuerwehrmann angefahren, der den Verkehr geregelt hat. 
Unfassbar: Autofahrer fährt Feuerwehrmann an, beleidigt und attackiert ihn schließlich
Absturz vom Buchstein: Dachauer (57) kracht vor Tegernseer Hütte
Schlimmer Unfall auf der Tegernseer Hütte: Am Samstag gegen 12.45 Uhr ist ein 57-jähriger Wanderer aus Dachau beim Abstieg vom Buchstein abgestürzt. Er wurde schwer …
Absturz vom Buchstein: Dachauer (57) kracht vor Tegernseer Hütte
Einbrecher will in Dachauer Reihenhäuser - und erntet Spott statt Beute
Ein Einbrecher hat in Dachau versucht, in Reihenhäuser einzubrechen. Dreimal. Das Einzige, was auf ihn aufmerksam machte: verdächtige Spuren. 
Einbrecher will in Dachauer Reihenhäuser - und erntet Spott statt Beute

Kommentare