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Jubilare: Georg Sonnenberger (links) mit seinen Eltern Maria und Georg Sonnenberger sowie Bürgermeister Josef Baumgartner (rechts).

Viel zu feiern im Hause Sonnenberger

Drei Geburtstage

Stetten – Bei den Sonnenbergers in Stetten ist das Jahr 2016 ein ausgesprochens „Jubeljahr“, denn die Feiern nehmen gar kein Ende.

Den Anfang machte Georg Sonnenberger senior, der seinen 95. Geburtstag feiern konnte. Wenige Tage später folgte Sohn Georg, der 70 Jahre alt wurde, in wenigen Monaten steht das 95. Wiegenfest von Maria Sonnenberger an.

Gefeiert wurde zweimal im Gasthaus Göttler in Rumeltshausen mit der Familie, Freunden, Vereins- und Fraktionsvertretern. Und der Senior ließ es sich bei beiden Festen nicht nehmen, die musikalische Umrahmung auf seiner Quetschn beizusteuern. Das Schreinerhandwerk und der Skisport sind die Eckpfeiler im Leben der Familie Sonnenberger. Georg Sonnenberger senior baute nach Kriegsende die Schreinerei in Stetten auf und seine Frau Maria, mit der er seit 1943 verheiratet ist, betrieb dazu noch einen florierenden Möbelhandel. Trotz der vielen Arbeit fanden sie immer noch Zeit für den Sport, der in ihrem Leben eine gewichtige Rolle einnahm und sicher auch dazu beitrug, dass beide auch im hohen Alter noch so fit sind. Zu den Hobbys des Senior zählen auch die Imkerei und das Karteln.

Als begeisterter Skifahrer gründete Georg Sonnenberger den Skiclub Dachau mit, wo er zahlreiche Arbeitsstunden an der vereinseigenen Hütte geleistet hat. Georg Sonnenberger junior ist seit 1970 mit seiner Frau Lissi verheiratet, Vater von zwei Kindern und stolzer Opa von sechs Enkelkindern. Er ging in Schwabhausen zur Schule und spielte beim TSV Fußball. Für ihn gab es nie etwas anderes, als später einmal die elterliche Schreinerei zu übernehmen, was er nach bestandener Meisterprüfung 1980 auch tat. Inzwischen führt sein Sohn Christian den Betrieb, und mit dem zwölfjährigen Enkel Martin steht schon die nächste Generation von „Holzwürmern“ in den Startlöchern.

Das Talent zum Skilaufen wurde dem Schorschi quasi in die Wiege gelegt. Bereits im Alter von drei Jahren wurde er auf die Bretter gestellt und startete von da an unaufhaltsam seine Karriere als Slalomfahrer. Sein erstes Rennen bestritt er als Bub beim Goldenen Ski der Stadt Dachau, er wurde bayerischer und deutscher Schüler- und Jugendmeister und schließlich 1965 in die Nationalmannschaft berufen. Bei der WM in Gröden belegte er einen hervorragenden Platz und schaffte sogar die Olympia-Qualifikation, wobei ihm aber zu seinem Leidwesen die Teilnahme an den Spielen 1972 in Sapporo vom DSV verwehrt wurde.

Davon ließ sich Georg Sonnenberger aber nicht entmutigen, er ließ sich zum staatlich geprüften Skilehrer ausbilden und setzte sein Können und Wissen im Bayerischen und Deutschen Skiverband viele Jahre lang sehr erfolgreich als Schüler- und Jugendtrainer ein. Unter anderen ist daraus die Olympiasiegerin Marina Kiehl hervorgegangen.

Heute betreibt Georg Sonnenberger das Skifahren nur noch als Hobby mit seinen Enkeln, pflegt aber immer noch freundschaftliche Kontakte zu vielen ehemaligen Skigrößen.

Seine kommunalpolitische Karriere startete Georg Sonnenberger junior 1990, als er erstmals in den Gemeinderat gewählt wurde. Seit 26 Jahren vertritt er die Interessen der Freien Wähler im Gemeinderat, war viele Jahre lang Fraktionssprecher. Er ist im Gremium sehr beliebt, weiß aber seinen Standpunkt zu vertreten. Als Pferdenarr organisiert er jedes Jahr im Ferienprogramm einen Ausflug für Kinder zum Reiten mit Islandpferden. Seinen Ruhestand verbringt er immer noch täglich in der Schreinerei, wo er seinem Sohn bei der Arbeit hilft. Er nimmt sich aber auch Zeit für Aktivitäten mit seinen Enkelkindern und wünscht sich, dass er die elterlichen Gene geerbt hat und noch lange so fit und gesund bleib.

ela

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