Sportgelände Erdweg

Es werden Fakten geschaffen

Erdweg - Seit rund 15 Jahren existiert die Idee, das Sportgelände in Erdweg zu verlagern. Am Dienstagabend fasste der Gemeinderat dazu einen Grundsatzbeschluss.

Schon bevor das Areal östlich der Bahn im Jahr 2006 als möglicher neuer Standort in den Flächennutzungsplan aufgenommen wurde, geisterte die Idee immer wieder im Gemeinderat herum. 2010 wurde sogar ein Bebauungsplan aufgestellt. Am Dienstagabend fasste das Gremium einstimmig den Beschluss, das Sportgelände zu verlegen und ein Konzept für eine sinnvolle städtebauliche Entwicklung des Hauptorts zu erarbeiten. Nicht verlagert wird das Schulsportgelände.

Eine Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros Kottermair hatte bestätigt, dass eine Verlegung aufgrund der Nähe zu einer Wohnbebauung durchaus sinnvoll wäre. Auf dem alten Sportgelände könnten dann zusätzliche Wohnbebauung entstehen. Zudem sei ein Sportgelände in der Nähe der Kläranlage immissionsschutzrechtlich unbedenklich. Der Ortskern von Erdweg könnte sich somit Richtung Osten weiterentwickeln.

Zweiter Bürgermeister Christian Blatt (CSU) fand es wichtig und richtig, endlich Fakten zu schaffen. „Wir entscheiden nicht nach Gefühlslage, sondern aufgrund der Studie“, so Blatt. Eine Verlagerung sei die Chance für die Gemeinde und die SpVgg, sich den heutigen Erfordernissen anzupassen. Über Details könne man später sprechen, konterte er Bedenken von Günter Sommermann (Freie Wählergemeinschaft Kleinberghofen), womit denn eine Verlagerung bezahlt werden solle. „Der Gemeinde gehört noch kein Meter Grund“, so Sommermann.

Bürgermeister Georg Osterauer (Freie Wähler) fand, dass an einer Verlegung „kein Weg vorbei führe“. Manfred Kircher (SPD) bezeichnete den Grundsatzbeschluss als wichtig nicht nur für die Entwicklung des Hauptortes, sondern „weil wir sonst mit erheblichen Schwierigkeiten wegen der Lärmimmissionen rechnen müssen“.

Otmar Parsche (Freie Wähler) nannte den Beschluss einen „Startschuss für die weitere Entwicklung Erdwegs“. Eva Rehm (CSU) betonte, dass man allein schon wegen der Ehrenamtlichen eine Verlegung des Sportgeländes beschließen muss. „Nur so geben wir ihnen eine Perspektive“, so Rehm. Michael Graf (Wählergemeinschaft Unterweikertshofen), fand, dass die Gemeinde ohnehin dem Zeitplan hinterherhinke.

Das einstimmige Votum fasste der Gemeinderat vor zahlreichen Zuhörern.

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