Erfreuliche Zuwächse

Röhrmoos: Mehr Steuereinnahmen

Röhrmoos – Die nun dem Gemeinderat vorgelegte Jahresrechnung 2015 liefert den Beweis: Die Gemeindefinanzen von Röhrmoos haben sich im vergangenen Jahr erfreulich positiv entwickelt.

Die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt beliefen sich auf 9,84 Millionen Euro, 3,05 Millionen waren es im Vermögenshaushalt. Kämmerer Günther Reil zeigte auf, dass sich im Vergleich mit den Haushaltsansätzen ein Überschuss von 929 000 Euro ergeben hat. Die Rücklagen, die sich nun auf 2,94 Millionen Euro belaufen, habe man deutlich weniger in Anspruch nehmen müssen.

Erfreuliche Zuwächse habe es bei der Gewerbesteuer und der Einkommensteuerbeteiligung gegeben. Die Gewerbesteuer ist um 185 000 auf 885 000 Euro angewachsen, und bei der Einkommensteuer gab es einen Zuwachs um 175 000 Euro. Die Gemeindeschulden betragen derzeit 2,94 Millionen Euro.

2015 hat man 260 000 Euro in den noch nicht ganz fertigen Feuerwehrhausbau in Sigmertshausen gesteckt und 141 000 Euro an Investitionszuschüssen an verschiedene Vereine gewährt. Im Abwasserbereich hat die Unterweilbacher Straße in Röhrmoos 535 000 Euro verschlungen.

Angesichts der hohen Investitionen spricht Bürgermeister Dieter Kugler von einem guten Jahresergebnis. Kugler stellte fest, dass die Gemeinde im Bereich soziale Sicherung, wo es schon von 2013 auf 2014 eine Ausgabensteigerung von 17 Prozent gab, am meisten leistet. Hier wurden 2015 1,83 Millionen Euro ausgegeben, was 34 Prozent der Gesamtausgaben ausmacht. Hauptsächlich geht es hier um Betriebskostenzuschüsse für die Kitas.

Auf Anfrage von Gemeinderat Andreas Seidenberger erklärte der Gemeindechef, dass in den nächsten Jahren mit verstärktem Zuzug zu rechnen sei und demzufolge die Plätze in den Kindertageseinrichtungen immer begehrter werden. Einem Kugler vorliegenden Zwischenbericht sei aber zu entnehmen, dass es im Kindergartenbereich noch zu keinen Engpässen kommt. Bei den Krippenplätzen gebe es dagegen ein Defizit von 14 Plätzen. „Da sind allerdings auch Kinder dabei, die noch nicht auf der Welt sind“, schränkte Kugler ein. Beim Hort, mit dessen Bau heuer begonnen werden soll, sei erkennbar, dass mindestens 43 Plätze belegt sind. Man habe aber Erweiterungsmöglichkeit für eine weitere Kindergartengruppe.

Begrüßenswert sei, dass in Schönbrunn eine zusätzliche Kindergartengruppe eingerichtet wurde. „Sonst hätten wir tatsächlich Kapazitätsprobleme bekommen“, unterstrich Kugler und erklärte auch, dass man allem Anschein nach von der Anbaumöglichkeit eher früher als später Gebrauch machen müsse. Kapazitätsprobleme in den Kinderbetreuungseinrichtungen sieht auch Gemeinderätin Ulrike Mayer-Lange (Freie Wähler) für kommende Jahre. „Mir wird Angst, wenn ich an die geburtenstarken Jahrgänge denke, die ja erst noch kommen“, betonte die im Röhrmooser St. Johannes-Kindergarten tätige Sozialpädagogin.

ost

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