So sieht der Zeitplan für den Glasfaserausbau aus: Wann wo in Indersdorf gebaut wird, zeigen die sechs Verschiedenen Farben. Jede Farbe steht für ein Quartal (siehe Legende).

Hier gibt es als erstes schnelles Netz

Indersdorf - Die Indersdorfer waten auf den Startschuss für das Glasfaserprojekt. Sie wollen wissen: Wer bekommt als erstes schnelles Internet? Hier erste Antworten.

Wer in Strassbach, Eichstock oder Wagenried wohnt, muss sich noch mindestens ein Jahr mit seinem langsamen Internet herumschlagen. Jubeln hingegen wird Gundackersdorf, Ried, Niederroth und Ainhofen. Denn sie werden die aller ersten mit schnellem Internet sein.

Die Gemeinde hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine erste Übersicht gegeben, wo der Glasfaserausbau beginnt und wie er bis nächstes Jahr verlaufen wird. „Wir wollten den Bürgern einfach schon mal grob zeigen, wann sie ans Netz angeschlossen werden“, erklärt Geschäftsleiter Klaus Mayernshofer. Er ist sehr zufrieden mit der Bauplanung. „Es werden sechs bis acht Bautrupps gleichzeitig an verschiedenen Stellen arbeiten“, erklärt Mayershofer. Los geht es Ende Februar, sobald es die Witterung zulässt. Bereits im Juni 2016 könnten die Arbeiten fertig sein.

Um den Hauptort mit den Glasfaserkabeln zu versorgen, brauchen die Arbeiter mindestens ein halbes Jahr - „wir beginnen aber schon jetzt“, sagt Mayershofer. Wer im Ortsteil Kloster wohnt, muss sich von den Indersdorfern am längsten gedulden, Hier beginnen die Bauarbeiten voraussichtlich im März 2016.

Dort, wo im nächsten Monat schon gebaut wird, ist die Stimmung gut. „Vor allem in Niederroth können wir sehr viele Anschlüsse legen“, so Mayershofer. Die Anwohner können dann voraussichtlich nach dem Sommer ihren neuen Glasfaseranschluss nutzen.

Es sind aber keine wilden Baggerarbeiten in den kommenden Jahren zu erwarten. Die Strecken, in denen die Lehrrohre verlegt werden, müssen bei weitem nicht mehr aufgegraben werden - die Rohre werden einfach in den Boden eingepflügt.

Heuer im zweiten Quartal soll in Neuried und Ottmarshart gebaut werden, im dritten Quartal sind Hirtlbach, Albersbach und Glonn an der Reihe. Im vierten Quartal werden die Lehrrohre voraussichtlich in Eichhofen, Westerholzhausen, Siechhäusern und Frauenhofen verlegt. Erst 2015 im Frühjahr werden die Orte Arnzell, Langenpettenbach und eben der Indersdorfer Ortsteil Kloster versorgt, im zweiten Quartal kommen die letzten Orte Strassbach, Eichstock oder Wagenried an die Reihe.

2350 Haushalte der Gemeinde haben sich entschlossen, sich an dem Glasfaserprojekt zu beteiligen - das heißt, 65 Prozent gehen in Zukunft mit dem eigenen Netz der Gemeinde online. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro. Die Gemeinde wird den Bauplan ständig neu anpassen. Sobald Details bekannt sind, werden sie auf der Gemeindehomepage veröffentlicht.

Christiane Breitenberger

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