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Armgard Körner geht es beim Thema Glyphosat darum, ein Zeichen in der Gemeinde Haimhausen zu setzen.

Haimhausen setzt ein kleines Signal

Gegen Glyphosat-Einsatz

Haimhausen – Mit dem Antrag, die Ausbringung des Herbizids Glyphosat auf gemeindlichen Flächen zu untersagen, haben die Grünen im Hauptausschuss der Gemeinde Haimhausen einen Teilerfolg erzielt.

Die grüne Partei bezog sich auf das Ergebnis der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation. Diese stufte Glyphosat als ‚wahrscheinlich krebserregend’ ein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa stufte das Mittel hingegen als ‚wahrscheinlich nicht krebserregend ein’.

Etwa 5000 Tonnen des Unkrautbekämpfungsmittels werden jährlich in Deutschland ausgebracht. Rückstände des Herbizids wurden in verschiedenen Lebensmitteln nachgewiesen. Nun steht die Neuzulassung des meist verwendeten Pflanzengifts in diesem Sommer in der Europäischen Union bevor.

„Solange Glyphosat als wahrscheinlich nicht oder wahrscheinlich doch krebserregend gilt, kann es einfach nicht ausgebracht werden. Erst wenn klar ist, dass es in die eine oder andere Richtung wirkt, kann es verwendet oder muss es verboten werden. So lange das nicht feststeht, darf es zu unserer gesundheitlichen Sicherheit nicht auf die Äcker ausgebracht werden“, so Armgard Körner von den Grünen im Gemeinderat.

Diese Meinung teilte auch der Bio-Landwirt Josef Brandmair von der Bürgerstimme: „Wie oft stellte sich ein zunächst als harmlos eingestuftes Spritzmittel als hoch gesundheitsschädlich heraus. Glyphosat darf nicht verwendet werden, so lange keine absolute Unschädlichkeit für die Gesundheit nachgewiesen wird.“

Die Landwirte in der CSU vertraten hingegen die Meinung, das Thema sei nicht wissenschaftlich, sondern rein politisch. Bei der Entscheidung in Brüssel gehe es eher um den genmanipulierten Anbau, als um den Wirkstoff Glyphosat. Damit das Pflanzengift bei der Ausbringung die Kulturpflanze nicht genauso zerstört wie das Unkraut, bewirkt eine genetische Veränderung den Austausch eines Enzyms in der Kulturpflanze. Dieses Enzym sorgt für Resistenz gegen das Herbizid.

„Es gibt keine Alternative. Die Namen der Produkte sind unterschiedlich, doch der Wirkstoff ist immer der gleiche. Grünflächen, die auf Anweisung der EU am Feldrand belassen werden müssen, wuchern während der milden Wintermonate. Um überhaupt wieder einen Anbau zu ermöglichen, müssen diese wuchernden Pflanzen mit Herbizid gespritzt werden“, so Sepp Heigl. „Außerdem ist ohnehin nachgewiesen, dass fast alles, was der Mensch an Glyphosat mit der Nahrung aufnimmt, wieder ausgeschieden wird.“

Für die von der Gemeinde Haimhausen verpachteten landwirtschaftlichen Felder und Äcker die Verwendung von Glyphosat zu untersagen, wäre ein unmögliches Unterfangen für Landwirte, so Simon Käser. Gerade in Ottershausen, wo es noch sehr viele kleine Anbauflächen mit bis zu 1500 Qudratmeter gibt, könne man ein einzelnes Feld in der Mitte kaum ungespritzt lassen, während die Äcker rundherum gespritzt werden.

Der Hauptausschuss einigte sich schließlich auf den Kompromiss, bestehende Pachtverträge unverändert zu belassen, bei Neuverträgen die Empfehlung an die Pächter auszusprechen, kein Glyphosat zu verwenden.

Ganz glücklich war Armgard Körner mit diesem Ergebnis nicht, räumte jedoch angesichts der Gegenargumente ein: „Es geht mir nicht um ein strenges Verbot im Gemeindebereich, sondern darum, ein Zeichen für die EU-Entscheidung im August zu setzen.

sh

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