Bartion Rudolf Hillebrand singt die Arie „Und heilig ist sein Name“, begleitet von Celli und Kontrabass. Foto: Dr. Bärbel Schäfer

Gotteslob voll beseelter Kontraste

Dachau - In reinem Freudenrausch hat die Chorgemeinschaft Dachau in ihrem Konzert Gotteslob und Weihnachtsfreude zum Ausdruck gebracht. Minutenlanger Applaus und Bravorufe gab es in der St.-Jakobs-Kirche.

Unter der Leitung von Rudolf Forche, in Kooperation mit dem erprobten Münchner Orchester Convivium Musicum und fähigen Solisten agierte der Chor in prächtigem Klangvolumen, agierte differenziert, ließ aber auch die (Kehlkopf-)Muskeln spielen. Das war keine Gefühlsduselei. Aus der Musik sprach unerschütterliche Glaubenskraft.

Beim "Laudate Pueri Dominum" vermittelte die Dachauer Sopranistin Anna-Maria Bogner intim das Überirdische im Hier und Jetzt. Der Chor brachte die Freude über den Gottessohn dynamisch und biegsam zum Ausdruck, in perfekter Abstimmung zum Orchester. Zartheit und Kraft standen sich im abschließenden „Gloria patri“ in berückender Weise gegenüber, zunächst im Wechsel von Solo und Chor, dann im Dialog der Solistin mit der Geige.

Wer nun denkt, bei soviel Gestaltungskraft ist keine Steigerung möglich, der irrt. Das anschließende „Magnificat D-Dur“ von Johann Sebastian Bach war ein wahres Freudenfest. Jubel und Begeisterung sind zu größter Intensität verdichtet. Das Werk lebt aus dem Kontrast der Solisten mit den brausenden Ton- und Wortmalereien des Chores.

Unter den Solisten war Merit Ostermann eine Neuentdeckung. Ihre Stimme ist volltönend und rund, ihr Ausdruck von einer sinnlichen Wärme, vermittelt Strömen und Geschehenlassen. (sch)

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