Aufatmen im Landkreis 

Gottseidank hier keine Mückenplage

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Am Ammersee gibt es eine fiese Mückenplage, Gaststätten am Ufer haben aus diesem Grund bereits kurzzeitig ihren Betrieb eingestellt. Im Landkreis Dachau ist das glücklicherweise nicht der Fall. Das wissen die Wirte, und auch der Experte.

Dachau – „Bei uns ist es eigentlich nicht schlimmer als in den letzten Jahren“, sagt Lucia Kovacevic von der Alten Liebe an der Amper. Und auch wenn es so wäre: „Wir können uns eh’ kaum gegen die Mücken wehren.“ Im Naturbad Vierkirchen ist die Lage entspannt, erklärt Wolf-Dieter Feist: „Wir haben noch kein Problem, obwohl wir gar nichts aktiv gegen Mücken unternehmen.“

Auch im Biergarten Mariabrunn sind die Abende meist ungestört: „Die Lage ist normal. Die Besucher haben aber alle schon ihre eigenen Hausmittelchen zur Mückenabwehr dabei. Ganz häufig sieht man, dass besondere Kerzen angezündet werden“, berichtet Bedienung Marianne Kreitmair.

Beim Seewirt in Bergkirchen halten sich die Mückenangriffe ebenfalls noch in Grenzen, weiß Mitarbeiter Slavica Babic: „Es ist genauso wie in den letzten Jahren. Wir haben Autan gekauft, das sich unsere Gäste ausleihen können. Wir haben zwar trotz Mücken Kundschaft, aber abends bleiben die Gäste oft nicht so lange sitzen.“

Dr. Martin Geier, Mückenexperte aus Regensburg, weiß, warum in Dachau das Mückenvorkommen – anders als am Ammersee – normal ist. „Der Landkreis Dachau hat nicht so viele Pfützen und Überschwemmungsflächen, in denen sich Mücken entwickeln können. Sicherlich wird es aber an der Amper entlang Leute geben, die sich über Mücken beschweren.“   

Die entspannte Mückenlage hänge aber auch mit dem Wetter zusammen: „Die Witterung ist für Mücken nicht so freundlich. Es ist sehr trocken, die Sonne scheint stark, es ist sehr warm. Dadurch nimmt die Zahl der Mücken ab.“ Doch mit einem Wetterwechsel könne sich das schnell wieder ändern: Wenn es viele Niederschläge gebe und sich Pfützen bildeten, könnten bereits nach ein oder zwei Wochen neue Mücken da sein, so der Biologe.

Neben den Stechmücken, die sich in größeren Wasserflächen bilden, gibt es aber noch die Hausmücke. Und für deren Häufigkeit ist jeder selbst verantwortlich, erklärt der Mückenexperte: „Wenn man den Hausmücken Brutstätten wie Regentonnen oder andere Stellen anbietet, in denen Wasser steht, legen sie gerne ihre Eier ab und vermehren sich so. „Das kann also jeder selbst kontrollieren.“ Deswegen gilt: Möglichst alle Gewässer im Garten regelmäßig leeren oder ein Netz darüber spannen, weiß Geier.

„Schwieriger wird es im Übrigen, wenn es der Nachbar nicht macht. Denn Mücken kennen keine Grundstücksgrenzen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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