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Neun der Künstler haben bereits am Mittwochabend ihre Werke ins Wirtshaus am Erdweg gebracht: Ulrike Lau, Hilde Vinzenz, Sabine Heßen, Annette Emonts, Peter Riester, Gesa Blaas, Ramona Denk, Irmgard Wirthmüller und Rudolf Mayer (von links).

Große Ausstellung in Erdweg: Bunte Werke über die Erde und das Leben

Ein Wochenende lang wird das Wirtshaus am Erdweg zur  Galerie. Zum zweiten Mal veranstaltet der Kulturverein nämlich eine große Verkaufsausstellung. „Faszination Erde – Faszination Leben“ lautet das Motto.

Erdweg – Nach dem großen Erfolg im Jahr 2017 hat sich die Kulturvereinsvorsitzende Gesa Blaas mit ihrem Team an ein Thema herangewagt, das mannigfach interpretiert werden kann. „Momentan hört man immer nur Negatives über unsere Erde. Aber wir wollen zeigen, dass sie auch lebenswert, bunt und positiv ist“, erklärt Gesa Blaas. Das wollen auch 16 Hobbykünstler, zum größten Teil aus dem Gemeindegebiet, die ihre Werke vom Freitag, 15.  bis einschließlich Sonntag, 17. November, im Tafern- und im Floriansaal ausstellen.

Gesa Blaas aus Großberghofen steuert selbst unter anderem eine 80 Zentimeter große Weltkugel aus Spiegelglas bei, die ganz prominent auf einem Sockel stehen wird. Außerdem hat sie zwei Mosaiktische „Wasser“ und „Erde“ angefertigt. Annette Emonts aus Großberghofen hat das Thema „Faszination Erde“ gleich in zwei Aquarellen verarbeitet.

Peter Riester (71) aus Welshofen hatte in seinem früheren Beruf als Fotograf schon ein Auge für gute Motive. Das hat er auch in seiner Rente, unter anderem mit seiner „Dachauer Ansicht“, einem Acrylbild auf Leinwand.

Das Malen hat Riester früh für sich entdeckt. Es wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater war ein Vertreter der so genannten Münchner Schule, einem Malstil des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Riesters Mutter hat Kinderbücher geschrieben und illustriert. Als Kind hat der Welshofener den Eltern viel abgeschaut und sich ab dem 18. Lebensjahr selbst der Malerei gewidmet.

Auch Hilde Vinzenz aus Guggenberg ist wieder dabei. Die 79-jährige frühere Sachbearbeiterin im Patentamt hat mit 60 Jahren angefangen zu malen und gibt auch Workshopkurse für Kinder. Von ihr ist zu sehen: „Zebra“, „Weites Land“ und „Wirbelsturm“.

Drei Werke durfte jeder Künstler in die Ausstellung bringen. Bei Agata Witek-Rys sind zwei davon mit zweimal 260/110 Zentimetern wunderschön überdimensioniert und stellen eine Mohnwiese dar. Die Augsburger Kunstlehrerin und Ehefrau des Erdweger Jugendpflegers Janusz Rys hatte diese beiden Acrylbilder bereits an die Orthopädische Hessing Klinik in Augsburg ausgeliehen. Dort sei man der Ansicht gewesen, dass Bilder nicht nur froh machen, sondern auch heilen können, so Agata Witek-Rys. Ihr drittes Bild „Mohnblume“ hingegen ist neu. Damit hat sie sich, wie alle anderen Künstler, an die Vorgabe gehalten, dass nur zwei Bilder aus dem Repertoire kommen dürfen und eines aktuell sein muss.

Nach der Ausschreibung im Erdweger Gemeindeblatt haben sich aber nicht nur einige „Wiederholungstäter beworben, sondern auch neue Künstler, viele unter 30 Jahren“, freut sich Gesa Blaas. Sie verweist zudem stolz auf die Vielfalt der Schau. Außer Acryl-, Aquarell- oder Mosaikarbeiten sind auch Drechsel- und Holzwerke vertreten, Bildhauerei, Stuckarbeiten und eine Installation.

Außerdem wird Adrian Till bei der Vernissage mit den Kindern anwesend sein, die mit ihm die alte Fahrradhalle der Schule mit einem Graffiti verziert haben. Was sie geschaffen haben, wird bei einer Fotopräsentation vorgeführt. Darüber hinaus kann man einen Schwenk hinüber ins Rathaus machen, wo Ulrike Lau aus Eisenhofen bis Januar ihre Ausstellung präsentiert und mit einem Bild noch im Tafernsaal vertreten ist.

Sabine Schäfer 

Die Vernissage

wird am Freitag, 15. November, um 19.30 Uhr von Bürgermeister Christian Blatt im Wirtshaus am Erdweg eröffnet. An allen drei Tagen wird Robert Obermeier die Ausstellung am Klavier musikalisch umrahmen. Öffnungszeiten: Samstag von 11 bis 18 Uhr, Sonntag von 11 bis 17 Uhr.

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