Jahresversammlung

CSU steht in Odelzhausen vor einer großen Herausforderung

  • Thomas Benedikt
    VonThomas Benedikt
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Nirgendwo im Landkreis ist die AfD so stark wie in Odelzhausen: Das bedeutet eine besondere Herausforderung für die örtliche CSU.

Odelzhausen – Die anstehende Europawahl und die Kommunalwahl 2020 werfen bereits ihre Schatten voraus. Das wurde auf der Jahresversammlung des CSU-Ortverbands Odelzhausen im Gasthaus zur Sonne deutlich. Die Partei steht dort vor einer besonderen Herausforderung: Die AfD fährt in der Gemeinde regelmäßig ihre besten Ergebnisse im Landkreis ein – und will zur Kommunalwahl eine eigene Liste ins Rennen schicken.

Die Odelzhauser CSU verfolgt diese Entwicklung mit Argwohn. Das gute Ergebnis der AfD bei der Landtagswahl „wurmt mich gewaltig“, sagte Ortsvorsitzender Johann Heitmeier. Die Ursachen dafür sieht der CSU-Mann auch darin begründet, dass es in Odelzhausen einen eigenen Ortsverband der AfD gibt. „So eine Situation hat bei uns sonst keine Gemeinde“, erklärt Heitmeier.

Wie die Partei bei der Kommunalwahl dennoch ein starkes Ergebnis einfahren will, führte der Ortsvorsitzende ebenfalls aus: Eine starke Liste, bestehend aus Leuten, die im Ort bekannt sind, mitanpacken und so die CSU nach außen vertreten, soll zum Erfolg führen. Die Durchsetzung einer Frauenquote, wie es der Ministerpräsident Markus Söder gerade fordert, wird es aber nicht geben, wie der stellvertretende Kreisvorsitzende Helmut Zech darstellte, denn: „So viele Frauen, wie wir dazu bräuchten, haben wir gar nicht.“ Im Ortsverband Odelzhausen sind nur neun der 70 CSU-Mitglieder weiblich. Ein Problem sieht Zech darin jedoch nicht – es gehe mehr um die Persönlichkeit als um das Geschlecht.

Und so blieb es auch bei der Neuwahl des Vorstandes bei einer reinen Männerriege. Zum Vorsitzenden wurde wieder Johann Heitmeier bestimmt. Als seine Stellvertreter fungieren Michael Kiemer und Paul Brandhofer. Das Amt des Kassiers wird weiterhin Roland Riedel bekleiden, Schriftführer bleibt Johannes Heckenstaller. Die Beisitzer heißen Karl Müller, Rupert Gruber, Lorenz Bradl, Siegfried Kreppold und Philip Gleichert. 

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